
Schaffen Sie sich und Ihren Lieben
ein gutes Lebens-Einkommen!
Wünschen Sie sich schon immer
ein regelmäßiges Lebens-Einkommen,
mit dem Sie und Ihre Lieben reichlich versorgt sind?
Möchten Sie, dass Ihre Verwandten,
Freunde und Bekannten ebenfalls monatlich
ein gutes Lebens-Einkommen erhalten?
Sind Sie bereit, ein wenig Ihrer kostbaren Zeit zu investieren,
damit dieses Lebens-Einkommen Ihnen selbst
und jedem anderen Teilnehmer ermöglicht wird?
JA?! Dann sehen Sie sich gleich auf der folgenden Seite das Video an,
das Sie weiter informieren wird über die Möglichkeiten, Ihr Lebens-Einkommen zu bewirken.
http://www.ja-lebens-einkommen.clicknow.ws
Ja, bringen Sie JETZT Ihr gutes Lebens-Einkommen in Gang!
01. März 2012

Einen schönen guten Sonntag!
Heute möchte ich Ihnen einfach ein paar humorvolle Geschichten zukommen lassen, die Sie nicht nur in der Faschings-/Karnevalszeit zum Lachen bringen können:
Der Palast
Ein sehr armer Mann kam zum Rabbiner: »Es ist schrecklich, Rebbe, ich bin unglücklich wie Hiob. Ich, mein Weib, meine vier Kinder und meine Schwiegermutter leben in einem Zimmer.«
Fragte der Rabbi: »Hast du Hühner?« »Ja, vier«
»Nimm sie herein ins Zimmer.«
Der Mann wagte nicht zu widersprechen.
Nach einer Woche kam er zum Rabbi und sagte: »Es ist noch schrecklicher. Die Hühner machen alles dreckig. Eins hat gepickt den Säugling, mein Weib hat sie gejagt über die Betten.«
Der Rabbi fragte: »Hast du ein Kalb?«
Und als der Mann ängstlich nickte, sagte er: »Nimm das Kalb herein ins Zimmer.«
Nach vier Tagen kam der Mann gerannt: »Rebbe, ich kann‘s nicht aushalten. Das Kalb brüllt und trampelt auf den Kindern herum, die Hühner fliegen durchs Zimmer und legen Eier ins Bett.«
Der Rabbi dachte lange nach, dann fragte er: »Hast du ein Pferd?«
»Ja, ich hab ein kleines — aber Ihr werdet doch nicht wirklich wollen,
dass …«
»Nimm herein den Gaul sofort«, verlangte der Rabbi.
Schon am folgenden Morgen kam der Mann schreiend angelaufen:
»Das ist zuviel! Keine Minute länger will ich aushalten
diese Hölle. Wir werden alle völlig meschugge.«
»Nun«, sagte der Rabbi, »wenn du es kannst wirklich nicht aushalten länger, dann nimm heraus die Hühner, heraus das Kalb, heraus den Gaul.«
Der Mann rannte heim. Schon nach einer Stunde kam er wieder und lachte und klatschte in die Hände und schlug sich die Schenkel:
»Rebbe, ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt.
Uns ist, als säßen wir in einem Palast!«
Der Mond ist nützlicher als die Sonne
Eines Tages betrat Nasrudin ein Teehaus und verkündete:
“Der Mond ist nützlicher als die Sonne.”
Man fragte ihn, warum.
“Weil wir in der Nacht das Licht nötiger brauchen.”
Der Mullah und das Lügen
Ein Mann kam zum Mullah und bat ihn: “Kann ich deinen Esel haben?”
“Sonst sehr gerne, aber heute ist mein Esel nicht da” sagte der Mullah.
In diesem Augenblick schreit der Esel: “Iaaah”.
“Wie kommt es dann, dass ich Deinen Esel schreien höre, Mullah? Sagst Du mir denn die Wahrheit? Dein Esel ist doch zu Hause!”
“Glaubst du mir oder dem Esel?”, fragte der Mullah.
Geldstücke
An Markttagen stand Nasrudin häufig auf der Gasse und machte sich zum Narren: So oft ihm Leute ein großes und ein kleines Geldstück anboten, nahm er jedes Mal das kleinere. Eines Tages sagte ein wohlmeinender Mann zu ihm: “Nasrudin, du solltest die größere Münze nehmen. Dann wirst du mehr Geld besitzen, und die Leute haben nicht länger Gelegenheit, sich über dich lustig zu machen.” “Das mag stimmen”, sagte Nasrudin, “aber wenn ich stets die größere nehme, werden die Leute aufhören, mir Geld zu geben. Denn sie tun es ja nur, um zu beweisen, dass ich verrückter bin als sie. Und dann würde ich überhaupt kein Geld mehr haben.”
Entensuppe
Ein Verwandter vom Lande besuchte Nasrudin,
und brachte ihm eine Ente mit.
Nasrudin war dankbar,
ließ den Vogel braten und teilte ihn mit dem Gast.
Wenige Tage später kam ein anderer Besucher.
Ich bin, sagte er, ein Freund des Mannes,
der dir die Ente brachte.
Nasrudin speiste auch mit ihm.
Dies wiederholte sich mehrere Male.
Nasrudins Haus war wie ein Restaurant geworden
für auswärtige Gäste.
Jeder war ein Freund um irgendwelche Ecken
des ursprünglichen Überbringers der Ente.
Schließlich hatte Nasrudin die Nase voll.
Eines Tages klopfte es an der Tür und ein Fremder erschien.
Ich bin ein Freund, sagte er, des Freundes des Freundes
von dem Mann, der dir die Ente vom Land geschenkt hat.
Komm rein, sagte Nasrudin.
Sie setzten sich an den Tisch und Nasrudin bat seine Frau,
die Suppe zu bringen.
Als der Gast sie probierte,
kam sie ihm vor wie warmes Wasser.
Was soll das für eine Suppe sein? fragte der Gast den Mulla.
Diese Suppe, sagte Nasrudin,
ist die Suppe von der Suppe der Suppe der Suppe,
von der Ente.
*Genießen Sie einfach diese Geschichten, lesen Sie sie immer wieder in der, besonders wenn Sie sich nach Humor sehnen.
Schauen Sie noch, was der Dichter über den Humor sagt:
Sprichwort:
“Humor ist der Schwimmgürtel
auf dem Strom des Lebens.”
Wilhelm Raabe
So wünsche ich Ihnen für die kommende Woche,
ausgelassene Fröhlichkeit!
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
diesmal habe ich euch einen märchenhaften Schwank mitgebracht, in dem es sehr fröhlich und Ideenreich zugeht. Dazu begeben wir uns in die schöne Stadt Venedig, die ins Wasser hineingebaut ist und in der es sehr prächtige Paläste und Plätze gibt.
In einem der alten Häuser, da lebten einmal . . .
Also hört nun die Geschichte:
Im zauberhaften Venedig stand ein altes Haus, und dort lebten drei Frauen. Sei waren nicht mehr die jüngsten, die eine war 67, die zweite 75 und die dritte war gerade 94 Jahre alt geworden. Das Haus hatte einen großen Balkon, und auf dem saßen die drei Tag für Tag und blickten auf die Menschen, die dort entlanggingen. Einmal aber entdeckte die 94-jährige einen Jüngling, so wunderschön, dass ihr das Blut zu Herzen schoss. Er war aber nicht nur wunderschön, er war auch in Samt und Seide gekleidet, denn es war der Sohn des Dogen von Venedig. (Der Doge ist ein mächtiges Oberhaupt einer Provinz.)
„Was für ein wunderschöner Jüngling!“ seufzte also die 94-jährige, und schon träufelte sie ein gar liebliches Parfüm auf ein Seidentüchlein und warf es vom Balkon hinab, gerade als der wunderschöne Jüngling vorüber schritt.
Kaum hatte der Jüngling das Tüchlein in die Hand genommen, verbreitete sich ein so lieblicher betörender Duft, dass er sich sagte: „Wenn schon das Tüchlein so lieblich duftet, wie schön muss da erst das Mädchen sein!“
Und anstatt seinen Weg fortzusetzen, klopfte er an die Tür des alten Hauses, wo die drei Alten wohnten.
„Wohnt hier die Schöne, der das Tüchlein gehört?“ fragte der Sohn des Dogen.
„Das versteht sich, dass hier die Schöne wohnt!“ lachte die siebenundsechzigjährige, die die Tür einen Spalt geöffnet hatte.
„Erlaube“, sprach da der Sohn des Dogen, „dass ich ihr meine Aufwartung mache und ihr in das schöne Antlitz schaue!“
Die Alte war ein listiger Kopf, also sprach sie:
„Das geht nicht! Unsere Schöne darf vor ihrer Hochzeit ihr Antlitz nicht zeigen!“
„Oh!“ rief der Sohn des Dogen, dessen Herz schon heiß entflammt war. „Dann will ich sie zur Frau nehmen!“
„Wenn es so ist“, meinte die Alte wieder, „so komm morgen um dieselbe Zeit wieder, dann werden wir weitersehen.“
Dann warf sie ihm die Tür vor der Nase zu.
Der Jüngling eilte nach Hause, um den Eltern von seinem großen Glück zu erzählen. Aber sein Vater, der Doge von Venedig war und die ganze Stadt wie seine Hosentasche kannte, schüttelte verwundert den Kopf:
„Ich weiß nicht, ich weiß nicht, mein Sohn. In jenem Haus wohnen nur drei alte Weiber. Eine von ihnen muss ja mit dir gesprochen haben.“
Die Mutter, die zwar die Stadt Venedig nicht so gut kannte wie ihr Gemahl, aber dafür die Vorzüge und Schwächen der Welt, meint:
„Du bist ja bis über beide Ohren verliebt, mein Sohn. Darum sei auf der Hut und kaufe den Hasen nicht im Sack, sonst könnte es dir schlecht ergehen.“
Der Sohn des Dogen nahm sich die Worte der Eltern zu Herzen, als er sich am anderen Tag auf den Weg machte. Sie 67-jährige begrüßte ihn ehrerbietig, aber der Jüngling sprach:
„Wenn ich vor der Hochzeit nicht das Antlitz meiner Schönen schauen darf, dann soll sie mir ihre Hand zeigen.“
„Wie du wünschest“, erwiderte die Alte und verbeugte sich dabei artig. „So komm morgen um dieselbe Zeit wieder.“
Im Garten hatten die drei Weiber nämlich eine Alabasterstatue der Liebesgöttin Venus. Ihr brachen sie einfach die Hand ab, und als am nächsten Tag der Sohn des Dogen an das Tor klopfte, wurde die Balkontür einen Spaltbreit geöffnet, und durch die halbgeöffnete Tür steckten die anderen Schwestern die Alabasterhand der Venus heraus, dass der Sohn des Dogen glaubte, es wäre die Hand des schönen Mädchens.
„Ach, welch eine liebliche Hand!“ rief er gleich wie verzaubert aus, und weil beim Essen auch der Appetit kommt, bat er, auch noch den Fuß der Schönen schauen zu dürfen.
„Komm morgen um dieselbe Zeit wieder!“ hörte er eine Stimme.
Und schon brachen die drei Weiber der Venusstatue auch noch ein Bein ab und alles wiederholte sich dann wie beim ersten Mal.
„Ach, welch ein lieblicher Fuß!“ rief der Sohn des Dogen. „Sofort soll die Hochzeit ausgerichtet werden!“
Und so war es.
Und dann wurde die neunmal verschleierte Braut geholt, in die prächtige Gondel gesetzt und nach der Hochzeit in die Gemächer des Ehemannes getragen. Nun waren sie allein! Der Sohn des Dogen war schon ganz ungeduldig, die Schönheit seiner Braut zu schauen, lüftete einen Schleier nach dem anderen, bis er endlich in höchster Verzückung auch den letzten Schleier hob.
Er erstarrte vor Schreck, statt einer Schönheit erblickte er im Kerzenschein eine verhutzelte Alte – die 94-jährige!
„Du hast mich getäuscht!“ schrie er außer sich, fasste die Alte beim Rock und schleuderte sie durch das geöffnete Fenster hinaus.
Dann legte er sich nieder und schlief ein.
Unter dem Schlafzimmerfenster jenes Palastes wuchsen damals viele Maulbeerbäume – und als das Weiblein kopfüber aus dem Fenster flog, blieb es, nachdem es sich einige Male überschlagen hatte, an den Ästen hängen.
In dem Augenblick kamen drei Feen vorüber. Sie waren ausgelassen und fröhlich, weil sie gerade von einer Hochzeit kamen. Und als das Weiblein seine tollen Purzelbäume vollführte und dann wie ein Himmelsbote an den Ästen hängen blieb, da mussten sie schrecklich lachen. Die drei Feen hatten aber ein gutes Herz. So besannen sie sich nicht lange und sagten: „Wir haben uns köstlich amüsiert! Dafür sollten wir das Weiblein belohnen!“
Da sprach die erste: „Ich wünsche, dass es so jung ist wie ich!“
Da sprach die zweite: „Ich wünsche, dass es so schön ist wie ich!“
Da sprach die dritte: „Ich wünsche, dass es so lustig ist, wie wir es sind!“
Und wirklich, kaum hatten sie das gesagt, verwandelte sich das Weiblein in eine solche Schönheit, wie die Welt schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Als sich der Sohn des Dogen am Morgen an die hässliche Braut erinnerte, eilte er gleich ans Fenster. Aber was sah er da! An den Ästen der Maulbeerbäume hing ein schönes und blutjunges Mädchen. Und wenn es lachte, war es, als ob Glöckchen klängen.
„Was habe ich nur getan!“ schluchzte der Jüngling und bedeckte sein Antlitz mit den Händen. „Sie ist ja schön wie der junge Tag – und ich habe sie aus dem Fenster geworfen!“
Dann aber schaute er sich aufmerksam im Zimmer um, nahm das Betttuch, drehte es zu einem Seil und ließ es langsam hinunter gleiten. Kaum hatte das Mädchen das Seil erfasst, zog es der Jüngling empor. Und als er die Schöne auf den Rosenmund geküsst hatte, bat er unter Tränen, ihm zu vergeben und alles zu vergessen.
Und das Mädchen verzieh ihm gern, das versteht sich, hatte es doch durch den Fenstersturz Jugend und Schönheit erhalten. Und während es den Kopf neigte, lächelte es so liebreizend, dass seine Schönheit noch mehr erblühte.
Am nächsten Morgen kamen die beiden Schwestern, die siebenundsechzigjährige und die fünfundsiebzigjährige, in den Palast, um die Schwester zu besuchen. Und als sie das Wunder erblickten, da blieb ihnen vor Staunen der Mund offen stehen. Dann aber besannen sie sich, nahmen die Schöne beiseite und fragten:
„Sapperlot, Schwester, wie hast du denn das nur angestellt?“
Natürlich wollte die Schöne die Wahrheit nicht eingestehen, die jüngeren Schwestern würden es ohnehin nicht glauben, und so sprach sie:
„Ich habe mich beim Tischler zurechthobeln lassen!“
„Was?“ riefen die beiden wie aus einem Munde und machten sich ohne Zögern auf den Weg zum Tischler.
Der Tischler war sehr erstaunt, als er den seltsamen Wunsch der beiden Weiblein hörte. Aber er konnte reden wie er wollte, sie ließen sich nicht abweisen.
Da nahm der Tischler kurzerhand den Hobel und fuhr ihnen so über den Rücken, dass die beiden meinten, er wolle sie klitzeklein hobeln. Da scherten sie sich weder um Schönheit noch um Jugend und liefen davon, was die Beine hergaben.
Und die Schöne?
Nun, die war restlos glücklich, und weil sie auch klug war und schweigen konnte, so endete noch alles gut. So wenigstens erzählt es das Märchen.
Die drei alten Weiber von Venedig. Schwank aus Italien
Für heute und die verbleibenden Faschings/Karnevalstage wünsche ich euch Fröhlichkeit.
Herzliche Grüße von
Monika vom Märchen- und Lichtberg
http://www.gluecklich-wie-im-maerchen.de/
http://www.erfuelltes-leben.de/
http://www.maerchen-therapie.de/
19. Februar 2012
Erlebe im Inneren Deinen Erfolg und Reichtum
und verwirkliche ihn in Weisheit und Liebe.
So wie Du selbst erfolgreich
aus DEM GEISTE geboren wurdest
und einen irdischen Lebens-Weg gehst,
der sowohl innerlich wie äußerlich ist,
so kannst Du auch die 4 hohen Werte des Lebens
gebären und sich entfalten lassen:
GLÜCK, LIEBE, ERFOLG und GESUNDHEIT.
Wie Du täglich Deinen Leib pflegst,
versorgst und gesund hältst,
so mache es ebenso
mit Deinem inneren und äußeren Glücklichsein,
denn das ist Dir kostbarste Substanz,
aus der Dein Leben besteht.
Schwinge Dich immer wieder am Tag
in den Wert Deiner Wahl oder Deines Wunsches ein
und bewege ihn in Deinem Herzen.
Erlebe ebenfalls Deinen ureigenen Erfolg und Reichtum
und verwirkliche ihn im Inneren, wie im Äußeren.
Dazu brauchst Du die wertvollsten Bestandteile,
die fortwährend Weg-Weiser sein sollten
für jeden Dienst und jedes Produkt:
Achtung vor dem Menschen und vor der Schöpfung,
Liebe zum Mitmenschen und zur Natur,
Solidarität mit den Erdenbürgern, wie mit der Erde selbst.
Deinen eigenen Erfolg und Reichtum
wirst Du umso leichter realisieren,
je mehr Du den (3) anderen Menschen hilfst
ein prächtiges Lebens-Einkommen zu erhalten
und die es dann genauso machen.
Die Kraft, Motivation und Ausdauer
findest Du reichlich in Dir selbst,
wie auch die Lösungen zu den Problemen,
die Bewältigung der Schwierigkeiten,
die Chancen in den Krisen.
Sei Du selbst der Schöpfer
Deines Erfolgs und Reichtums,
denn niemand wird es für Dich tun.
Jahres-Motto 2012 des Märchen- und Licht-Impulses.
P.S.:
Möchten Sie die 4 hohen Werte Ihres Lebens
besser ergreifen und erleben lernen?
GLÜCK, LIEBE, ERFOLG und GESUNDHEIT!?
Dann finden Sie in den folgenden Webseiten,
was Sie finden möchten:
Lebens-Einkommen für jeden Menschen
http://www.yeahpromotion.com/affiliates/gratistipps.php?rid=555
http://www.erfuelltes-leben.de/hauptseite
http://www.maerchenhaftleben.de
http://www.maerchen-therapie.de/
Zwitschern Sie mit mir: http://twitter.com/maerchen_heilen
Besuchen Sie meine Blogseite: http://bit.ly/fA4imw
03. Januar 2012

Einen liebevollen und lebendigen guten Tag!
Manche gute Eigenschaft kann sich in das Gegenteil verkehren. Wenn dann die Herausforderung angenommen wird, kann alles sich zum Guten wenden und harmonisch werden. Davon erzählt ein sehr schönes Märchen.
Gönnen Sie sich gleich, oder später, diese halbe Stunde für sich selbst, tauchen Sie ein in die Ruhe, wenn Sie mögen bei Kerzenlicht und wenden Sie sich dann dem Märchen zu:
n einem ärmlichen Häuschen eines Pueblos, wohnte mit seinen Eltern ein kleines Mädchen, mit Namen Schawenis. Hunger und Elend waren ständig Gäste bei ihnen, und je größer Schawenis wurde, desto öfter dachte sie darüber nach, wie sie diese ungebetenen Gäste vertreiben könnte. Denn sie wusste, dass weder Vater noch Mutter die nötige Kraft dazu aufbringen würden. So ruhte die ganze Schwere des Entschlusses auf ihr allein. Endlich kam ihr ein Gedanke. Ich will Baumwolle sammeln und weben lernen, dachte sie. Und es dauerte nicht lange, da hatte sie schon einen großen Strang zum Verarbeiten bereit.
Anfangs webte sie schöne Strümpfe, wie sie die Frauen zum festlichen Tanz zu tragen pflegten, dann aber wuchs unter ihren flinken Händen ein herrliches weißes Gewand und schließlich gelang ihr auch noch eine entzückende Tanzschärpe. Das ganze Pueblo war von ihren Arbeiten begeistert, und alle Frauen waren wie versessen darauf, diese Herrlichkeiten ihr Eigen zu nennen. Schawenis passte das gerade in ihren Plan, und so wurden ihre Erzeugnisse bald verkauft. Dann webte sie noch viel schönere weiße Kleider, aber auch die behielt sie nicht für sich, denn man bot ihr einen sehr hohen Preis dafür.
Und wie die Zeit verging, erschienen die Frauen des Pueblos eine nach der anderen in nagelneuen Gewändern zum Tanz. Schawenis webte und webte. Aber je mehr prächtige Gewänder aus ihren Händen hervorgingen, desto mehr wuchs der Hochmut in ihrem Herzen, so dass sie jetzt nicht nur schön und reich, sondern auch böse und hoffärtig war.
Ihre Altersgenossinnen heirateten eine nach der anderen. Auch um Schawenis bewarben sich einige junge Indianer und brachten ihr, wie es im Pueblo jetzt noch Sitte ist, jeder ein schönes weißes Kleid, das sie selbst gewebt hatten. Aber Schawenis wies die Bewerber ab. „Ich brauche eure Geschenke nicht“, sagte sie hochmütig.
„Ich kann mir meine Kleider selbst weben und noch viel schöner.“ Den alten Leuten entging es nicht, dass im Herzen des Mädchens der Hochmut seine Blüten trieb, und sie schüttelten besorgt die Köpfe. „Du hast dich vom Guten abgewendet, Schawenis“, sagten sie vorwurfsvoll. „Die guten Geister haben dir Reichtum geschenkt, weil du ein fühlendes Herz hattest. Jetzt aber ist es voller Hoffart, und solchen Menschen steht einiges Leid bevor“ – „Spart euch diese Reden“, rief Schawenis aufbrausend. „Wenn ich Lust habe, kann ich mir für meinen Reichtum das ganze Pueblo kaufen und euch allesamt davonjagen!“
Nur einen hatte ihre Schönheit so bezaubert, dass er trotz allem Tag und Nacht an einem herrlichen Hochzeitskleid für sie webte. Der Jüngling wurde der Narbige genannt, weil die Pranken des Bären Tumwa, von dem er einst überfallen worden war, auf seinem Gesicht Spuren hinterlassen hatten. Als das Kleid fertig war, ging er damit zu Schawenis.
„Ich glaube, an dein gütiges Herz, Schawenis, und bringe dir mein Hochzeitsgeschenk“, entgegnete der Jüngling und wollte seine Arbeit vor ihr ausbreiten.“Bah, die Mühe kannst du dir sparen. Ich habe schon ganz andere fortgejagt. Oder hast du vielleicht gedacht, es würde mir Spaß machen, ein ganzes Leben lang dein gezeichnetes Gesicht zu sehen?“ spottete Schawenis.
Der gedemütigte Jüngling schlug die Augen nieder und entfernte sich wortlos. Die höhnische Rede des Mädchens hatte ihn tief verletzt. Der Narbige hatte von seiner Niederlage geschwiegen, aber Schawenis sorgte dafür, dass sie bald im ganzen Dorf bekannt wurde. Aber das sollte ihre letzte herzlose Tat sein. Kurz darauf senkte sich über das Pueblo eine schwüle, sternenlose Nacht herab.
Da war es plötzlich, als schwebte in dem Raum, wo Schawenis schlief, etwas durch die Finsternis, und dann traten drei sonderbare Geister an ihr Lager. Nichts als ihre seltsamen, fast unhörbaren Stimmen verrieten ihre Gegenwart.
„Ich habe ihr Gesundheit und Schönheit verliehen“, flüsterte die erste Stimme, „aber nun schicke ich ihr für alles hartherzige, was sie getan hat, Krankheit und Schmerzen.“
“Ich habe ihr Reichtum geschenkt, aber sie verdient ihn nicht und soll wieder in Armut und Elend leben.“
“Und ich schicke ihr den Tod. Wenn sie den Hochmut nicht aus ihrem Herzen reißt, muss sie sterben, Howgh!“ Mehr sagten sie nicht, denn mit dem letzten Wort kam aus den schweren, in der nächtlichen Stille hängenden Wolken, ein Blitz herabgefahren, und noch ehe sein Schein erlosch, waren die seltsamen Wesen wie an einer Leiter daran hochgeklettert und oben im Sternenpueblo verschwunden.
Über der Erde entlud sich ein Gewitter. Heftige Donnerschläge schreckten die Menschen aus dem Schlaf, und dann prasselte ein Regenguss nieder. Schawenis wusste von alledem nichts. Sie hatte die ganze Nacht tief geschlafen und schlug erst die Augen auf, als die Morgensonne ihre Strahlen auf die weißen Wände warf. Schawenis wollte sich erheben, aber eine unerklärliche Müdigkeit hielt sie umfangen, so dass sie kein Glied rühren konnte. Sie wollte nach ihrer alten Mutter rufen, aber die Zunge lag ihr wie Blei im Mund. Da wusste sie, dass sie krank war.
Lange blieb sie hilflos liegen. Erst als der Tag zur Neige ging, trat die Mutter an ihr Lager. Das krankhaft veränderte Gesicht der Tochter verriet ihr auf den ersten Blick, wie es um Schawenis stand, und sie ließ sogleich einen Zauberer rufen, der die Kranke gesund machen sollte. Anfangs weigerte sich der Zauberer, denn auch er war dem Mädchen nicht gewogen, aber als ihm eine reichliche Belohnung zugesagt wurde, packte er seine Arzneien zusammen und ging zu Schawenis.
Er wachte die ganze Nacht hindurch an ihrem Lager, zündete mehrmals ein Feuer an, stellte allerlei Tiegel darauf und braute darin, ununterbrochen Beschwörungsformeln murmelnd, seine Heilgetränke. In der Früh nahm der Zauberer seinen Lohn und machte sich zum Weggehen bereit. „Meine Arzneien besitzen außergewöhnliche Heilkraft“, sagte er beim Abschied, “aber die Krankheit, an der Schawenis leidet, vermögen sie nicht zu heilen. Ihr habt mich freigiebig belohnt, und darum will ich euch einen guten Rat geben. In den Felsenbergen wohnt ein noch mächtigerer Schamane als ich. Bietet ihm euren ganzen Besitz, und er wird eure Tochter gesund machen.“
Die Eltern säumten nicht und ließen auch diesen Zauberer rufen. Drei Tage und drei Nächte lang mühte sich der Alte, die Krankheit auszutreiben, aber vergebens. „Schon die dritte Nacht höre ich die Stimme der Toten aus dem Reich der Schatten. Sie rufen mich immer lauter und lauter, und ich fürchte mich vor ihnen. Sag, weiser Mann, muss ich wirklich sterben?“ Der Zauberer schüttelte den Kopf. “Meine Medizin hat dir nicht geholfen, obwohl im ganzen Indianerland keine heilkräftigere zu finden ist. Es gäbe vielleicht noch ein letztes Mittel, aber….“
“Nenne es mir, großer Zauberer, du bekommst dafür alles, was ich besitze“, bat Schawenis. „Wie ich sehe, hat die Krankheit deinen Stolz gebrochen, und das ist ein gutes Zeichen. Denn um wieder gesund zu werden, brauchst du Liebe. Aber du hast ja jeden, der sie dir geben wollte, fortgejagt!“ Schawenis brach in Tränen aus. Sie empfand bittere Reue über das, was sie getan hatte. Ach wie gerne hätte sie jetzt alles wieder gut gemacht!
In diesem Augenblick hörte man draußen die Leiter knacken. Jemand kam heraufgestiegen. Und dann trat derjenige in den Raum, dem das Mädchen das größte Leid zugefügt hatte – „Im Pueblo heißt es, dass du im Sterben liegst“, sagte der Jüngling zu Schawenis. „Aber ich glaube es nicht und hoffe fest, dass du bald wieder gesund wirst.“ – „Nein, ich werde nie wieder gesund“, entgegnete Schawenis traurig, “weil ich niemand geliebt habe als mich selbst!“
Da mischte sich der Zauberer in das Gespräch. „Willst du ihr helfen?“
“Von Herzen gern! Ich liebe Schawenis noch immer, auch wenn sie mir sehr wehgetan hat.“ – „Irgendwo weit in der Wüste hinter dem Pueblo strömt im Verborgenen das Brünnlein des Lebens. Du musst es suchen und das Wasser so schnell wie möglich Schawenis bringen. Hier – nimm meinen Krug. Er hält jede Flüssigkeit frisch!“ Der Jüngling nahm den Krug und wollte die Hütte verlassen. Aber Schawenis hielt ihn noch zurück: „Merke dir, dass dein Weg nur dann einen Sinn hat, wenn du Schawenis wirklich von ganzem Herzen liebst, denn nur deine Liebe wird dich an den Quell des Lebenswassers führen.“
Volle drei Tage war der Jüngling schon in der Wüste umhergeirrt, ohne auch nur die geringste Spur von dem Wasser des Lebens entdeckt zu haben. Nichts als glühende Sanddünen boten sich seinen suchenden Augen. Einige Mal hatte er schon geglaubt, den kühlenden Quell vor sich zu sehen, aber wenn er dann näher trat, musste er erkennen, dass ihn seine Sinne genarrt hatten. Am dritten Tag fiel er vor Erschöpfung in den Sand und schlief ein. Während des Schlafes kamen Fieberträume über ihn, in denen ihm das Bild der schönen Schawenis erschien. Mit lieblichem Lächeln sang sie ihm ein Lied, das wie das Murmeln eines fernen Bächleins klang. Da erwachte er.
Er sprang auf und blickte um sich. Von Schawenis war nichts zu sehen, nur die heiße Wüste dehnte sich vor seinen Augen. Aber das Rauschen des Baches war noch immer zu hören, ja es schien sogar immer deutlicher zu werden. Jetzt fiel ihm ein, dass der Quell unter der Erde sein musste. Er scharrte den Sand weg und stieß auf Gestein. Aber er fühlte sich so schwach, dass er die Hoffnung, jemals zu dem Wasser vorzudringen, gänzlich aufgeben musste. Trotzdem machte er noch einen letzten Versuch. Er wälzte ein großes Felsstück beiseite, und da sprang ihm plötzlich ein gewaltiger Wasserstrahl entgegen. Kaum hatte er sich das Gesicht gewaschen, spürte er, wie ihm das Blut mit neuer Kraft durch die Adern strömte. Und gleich darauf merkte er, dass ein noch größeres Wunder geschehen war: Das heilkräftige Wasser hatte die Narben in seinem Gesicht so geglättet, dass auch nicht die geringste Spur davon zurückgeblieben war.
Er füllte den Krug des Zauberers mit dem Lebenswasser und eilte, so schnell er konnte, in das Pueblo zurück.
Schawenis lag im Sterben. Sie war überzeugt, dass der Jüngling die wundertätige Quelle nicht gefunden hatte und sie nun bald in das Reich der Schatten wandern müsse. Nur noch ein letzter Wunsch war ihr geblieben: von dem Narbigen Abschied nehmen zu können. Sie wartete und wartete, und als er endlich kam, setzte sie sich auf ihrem Lager auf, um ihm ihre letzten Worte zu sagen. Aber der Jüngling setzte ihr den Krug mit dem Wasser des Lebens an die Lippen. Schon der erste Schluck gab Schawenis ihre Kräfte zurück. Sie verließ das Krankenlager und dankte ihrem Retter mit einem liebevollen Lächeln.
Da bemerkte sie, dass die Narben in seinem Gesicht spurlos verschwunden waren. „Auch ihm hat das Wasser des Lebens geholfen“, sagte er Zauberer, der sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hatte, und trat zu dem jungen Paar. “Schawenis liebt dich“, sprach er zu dem Jüngling,“und ich weiß, dass ihr miteinander glücklich sein werdet. Aber um eins bitte ich euch: Lasst niemals den Hochmut die Herrschaft über eure Herzen gewinnen!“
Nach diesen Worten drehte sich der Zauberer um und verließ das Haus.
Und die Beiden sind ein Paar geworden, sie lebten glücklich miteinander und mehrten das Gute.
Schawenis und das Wasser des Lebens Indianermärchen
Lassen Sie das Märchen nachklingen und nehmen Sie wahr, was Ihnen dabei durch den Sinn geht an Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen.
Dann wenden Sie sich dem folgenden Text zu
und lesen Sie ihn bildhaft und aufmerksam,
erleben Sie ihn in Ihrem Herzen:
Die 7 Ur-Bilder des Lebens.
Meditativer Text
Aus Der UR-KRAFT
des VATERS und der MUTTER
bist Du geboren.
Du lebst jetzt
scheinbar getrennt
und betätigst Dich selbständig.
Viele Hilfen und Helfer
triffst Du auf Deinem Weg
und Du kannst ihre Hilfe nutzen.
In Deinem Hier und Jetzt
steht immer wieder eine Veränderung,
eine große Verwandlung an.
Durch Ein-Kehr in Dich selbst
findest Du zurück
zu Deiner wahren Natur, zu Deinem Sein.
So kannst Du wieder ankommen
in Deinem Selbst
und darin verweilen.
Dann vereinst Du wieder
alle Teile Deines Wesens
in Deiner ewigen Vollkommenheit,
in Deiner Liebe.
Jean Ringenwald
Einen lebensfrohen 4. Advent
wünscht Ihnen
Monika Zehentmeier
und das gesamte Märchenteam
Copyright by Troubadour Märchenzentrum e. V. D- 32602 Vlotho
*
P.S.:
Möchten Sie die 4 hohen Werte Ihres Lebens
besser ergreifen und erleben lernen?
GLÜCK, LIEBE, ERFOLG und GESUNDHEIT!?
Dann finden Sie in den folgenden Webseiten,
was Sie finden möchten:
http://www.maerchenhaftleben.de
http://www.erfuelltes-leben.de/
http://www.maerchen-therapie.de/
http://www.spirituellebegleitung.de/
18. Dezember 2011

Es war einmal ein Menschenkind in der Mitte seines Lebens, das machte sich auf den Weg sein Glück zu finden, denn das hatte es verloren. Es wusste nicht wo sein Glück geblieben war und so ging es auf seinem Lebensweg zurück, denn es dachte, es habe es unterwegs verloren.
Doch so sehr es sein Glück auch suchte, es konnte es nirgends finden, auch nicht mehr in den Begebenheiten, in denen es früher sein Glück gefühlt hatte. So ließ es ab vom Weg in die Vergangenheit, wanderte und wanderte lange Zeit über Berg und Tal, mit dem einzigen Wunsch, sein Glück zu finden.
Eines Tages gelangte es, als es schon dunkel war, auf einen Talboden. Die Hügel, die Ebene, alles war eingehüllt in das Blau der Nacht. Aber mitten in dem Tal war ein Licht zu sehen, ein warmgoldenes Licht, und darauf ging das Menschenkind zu. Als es näher kam da wunderte es sich sehr, denn das Licht kam aus einem großen, alten Baum. Sein Stamm war einen Spalt offen und es sah in dem goldenen und weißen Licht einen alten Mann und eine hell strahlende Gestalt an einem goldenen Tisch sitzen.
Verwundert und ehrfürchtig, blieb das Menschenkind in einiger Entfernung vor dem Baume stehen. Der Leuchtende Mond ging auf, rund und schön. Und als er direkt über dem Baume stand, da gingen die Sterne auf, mit ihrem funkelnden Glanz.
Auf seinen Wanderstab gestützt, betrachtete das Menschenkind das Mondenlicht, das auf den Blättern des Baumes und in der Landschaft wundervoll schimmerte. Der Himmel schien ihm hier besonders nah. Nach einer Weile, kamen die Sterne immer näher, setzten sich auf das Gezweige des Baumes und auf die Wiese. Sie funkelten und strahlten voller Glück.
Da merkte das Menschenkind, dass sich in seinem Herzen etwas regte, es war wie eine leise, aber wunderschöne Stimme aus fernen Zeiten.
In diesem Moment trat der alte Mann aus dem hell erleuchteten Baum heraus, rief das Menschenkind bei seinem Namen, winkte es zu sich, empfing es herzlich und sprach: „Da bist Du ja! Schon lange halte ich Ausschau nach Dir. Sei mein Gast.“ Das Menschenkind, das noch voller Staunen war über die Ereignisse, die es eben noch erlebt hatte, grüßte ergeben den ehrwürdigen, gütigen, alten Mann und folgte ihm in den Baum.
In seiner Gegenwart und der Anwesenheit der hell strahlenden Lichtgestalt fühlte es sich vollkommen angenommen, geborgen und gestärkt. Zwar blendete es anfangs noch das helle Licht in diesem Raum, es hatte sich aber bald daran gewöhnt.
Der alte Mann wies ihm einen Platz am goldenen Tische zu und zusammen mit dem Engel bewirtete er es mit Speisen, die es schon lange nicht mehr zu sich genommen hatte und die so köstlich waren, dass ihm uralte, ewig junge Gedanken in den Sinn kamen, deren Wahrheit es beglückten. Ja, es fühlte sich selber auf einmal wie der Baum, auf den sich im Mondenglanz die leuchtenden Sterne niedergelassen hatten.
Es spürte inniglich,
dass sein Glück immer da gewesen war,
dass es sich selber von ihm getrennt hatte,
dass die Sehnsucht nach seinem Glück ihm geholfen hatte, diesen Ort zu finden, an dem es sich an das Wunder seines Lebens und an sein Glück das in ihm schlummerte, erinnern konnte.
Und als dem Menschenkind all dies gewahr wurde in diesem geschützten, wohlwollenden Raum, geschah in ihm eine Verwandlung: gleichsam der Sonne die eben am Himmel emporstieg, erwachte in ihm ein wunderschönes Licht, das Glück in seinem Herzen, es strahlte wonniglich wie die Sonne am Himmelszelt.
Der alte, weise Mann und der Engel freuten sich mit ihm. Und der alte Mann sprach zum Menschenkind: „Ja, Dein Glück ist immer da, war immer da gewesen und wird auch immer da sein. Du kannst es wirklich niemals verlieren. Wende Dich jetzt dem Engel zu, und er wird Dich dorthin führen wo Dein Lebensweg zusammen mit Dir beschlossen wurde.“
Und der Engel führte ihn in die lichten Welten. Das Menschenkind besah sich alles was vor ihm lag und besonders das hohe Ziel seines Lebens.
Da dies unbeschreiblich beglückend war und es fühlte, dass es genauso war, wie es sich seine Erfüllung immer vorgestellt hatte, rückte es dieses hohe Ziel in das Zentrum seines Lebens, seines Wesens, in die Mitte seines Denkens und Fühlens.
Nachdem sie in den Baum zurückgekehrt waren, verabschiedete sich das Menschenkind vom Engel voller Dankbarkeit für alles Erlebte. Und der Engel segnete es und sprach: “Ich begleite Dich auf allen Deinen Wegen, Du brauchst Dich nur nach mir umzusehen. Ich bin vor Dir, hinter Dir, neben Dir, über Dir, unter Dir und sogar in Dir.“
Der alte Mann führte das Menschenkind aus dem Baum heraus und als es den Baum im hellen Sonnenlicht erblickte, da staunte es noch mehr, denn die Äste des Baumes leuchteten in den 7 Farben des Regenbogens, jeder der 7 Äste in einer anderen Farbe. Und dort, wo in der Nacht die Sterne gesessen hatten, da erstrahlten jetzt weiße Sternenblüten auf dem Baum und in der Wiese.
„Das Glück in Deinem Herzen ist immer da, im Jetzt, im Augenblick, auch wenn Du gleichzeitig andere Gefühle spürst. Betrachte vom Glück aus Dein Leben.“ Und das Menschenkind antwortete: „Ja, ich habe mein hohes Ziel erschaut und auch meine Aufgaben. Sie sind mit meinem Glück verbunden. Bespreche ich alle Angelegenheiten mit meinem Glück und handle danach, so werde ich meine Aufgaben gut erfüllen und mein Ziel sicher erreichen. Ich danke Dir von ganzem Herzen für diese Begegnung und die wichtigen Erkenntnisse.“
Der alte, gütige Mann grub eine der strahlend weißen, zarten Sternenblumen mit den Wurzeln aus und gab sie zum Abschied dem Menschenkind. „Nimm sie an Dich. Sie ist aus dem Glück geboren, aus dem Licht der strahlenden Sonne, sie weiß Dir vom Glück zu erzählen, denn sie lebt nur davon. Sieh nur, sie wendet sich hingegeben der Sonne zu!“
Da ging es reich beschenkt und freudig nach Haus, gab dem Sternenblümlein ein schönes Plätzchen in seinem Garten und lebte fortan glücklich und zufrieden.
Finde Dein Glück Märchen von Monika Zehentmeier
Für heute und die kommende Woche wünsche ich Ihnen viel Glück bei allem, was in dieser Woche für Sie ansteht.
Herzliche Sonntags- Grüße
sendet Ihnen
Monika vom Märchen- und Lichtberg
P.S. Schenken Sie sich, Ihren Freunden oder einem anderen lieben Menschen der Stärkung braucht in den Adventstagen, einen Märchen-Adventskalender oder einen inniglichen, zu den hohen Werten des Lebens.
Auf den folgenden Seiten finden Sie die Angebote dafür.
http://www.adventskalender.clicknow.ws/
http://www.adventskalender-licht.clicknow.ws/
20. November 2011

Einen lichtvollen, glücklichen Sonntag!
Das Licht ist für das Gemüt, (die Seele) und für den Körper des Menschen sehr wichtig. Es erfreut Mensch und Natur, es lässt alles wachsen und reifen und nährt jede Zelle des Leibes und der Seele.
Das Licht ist sowohl in der Äußeren wie in der Inneren Welt vorhanden und wirkt erhellend, stärkend und belebend.
Lassen Sie das Goldene Licht, das wie die Sonne leuchtet, in Ihren Sonntag und in Ihren beruflichen und familiären Alltag strömen. Es wird sich einiges zum Besseren wenden, denn Sie werden mehr Glück ausstrahlen und erfühlen, was wirklich zu tun oder zu lassen ist um Ihr erfülltes Leben zu erhalten oder zu schaffen.
Der folgende Meditative Text kann Ihnen dabei sehr behilflich sein.
Am Besten drucken Sie sich die Email aus und nehmen sich dann 20 Minuten Zeit für eine sonn- und feiertägliche, (oder genehmigen Sie sie sich täglich) Stärkung. Stimmen Sie sich mit strahlender, erhebender, womöglich klassischer Musik ein, mit einem Largo oder Adagio. Lassen Sie es danach ganz still werden in Ihrem Zimmer und dann in Ihnen selbst, und lesen Sie nun entspannt und freudig gestimmt den folgenden Meditativen Text, der das
Motto dieses Sonntags
und der kommenden Woche
sein kann, wenn Sie es wollen:
* * * * * * * * * * * * * *
In Dir ist DAS LICHT.
* * * * * * * * * * * * * *
Es spricht Das Höhere Selbst.
„In Dir ist DAS LICHT,
wenn Du Deine Aufmerksamkeit
darauf lenkst.
Wenn Du es aber nicht achtest,
scheint es nicht da zu sein.”
DAS LICHT kann nicht
ein Mal da sein
und ein Mal nicht da sein.
Es kommt nur darauf an,
ob wir es sehen können oder wollen
oder ob etwas uns die Sicht hindert.
Weswegen können oder wollen wir nicht
DAS LICHT sehen?
Würden wir etwa so viel Lichtes,
die Wahrheit, nicht aushalten?
Müssten wir sogar unsere
Weltanschauung ändern, durchlichten?
Was hindert in uns
die Sicht des Lichtes?
Aber verlieren wir mit diesem Ergründen
nicht zu viel Zeit?
„Wende Dich oft
in Dir DEM LICHTE zu.
Suche DAS LICHT.
Bejahe ES.
Hülle Dich ganz
in Deinem LICHT-Kleid ein.”
Meditativer Text von Jean Ringenwald
Zitat entnommen aus dem
21 Tage-Kurs: Erfülltes Leben.
http://www.erfuelltes-leben.de/hauptseite
Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas Bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie in Ihrem Tage-Buch,
was in Ihnen aus Ihrer Seele an Bildern und Gefühlen aufkommt.
Märchen-Zitat für ein glückliches, liebevolles und erfolgreiches Leben:
. . . der Sohn der Witwe wagte sich doch hinaus, und nachdem er die Königstochter gesehen hatte, ging er sogar zum König und begehrte sie zur Braut. Da verwunderte sich der König und sprach: „Du hast den Tod verdient, weil du es gewagt hast gegen mein Gebot auf die Straße zu gehen und meiner Tochter ins Antlitz zu schauen. Nur wenn du imstande bist drei schwere Aufgaben zu lösen, sollst du das Leben behalten und die Königstochter zur Gemahlin haben.
Zum ersten musst du ihr die allerkostbarste Morgengabe herbeischaffen, die es nur gibt. Für’s zweite musst du mir vier Lasttiere voll Geld bringen, und drittens wirst du neben mein Schloss ein anderes Schloss bauen, das muss aber viel schöner sein als meines, und was an meinem Schloss von Eisen ist, muss an deinem Schloss von Gold sein.” Und damit kehrte der Sohn der Witwe heim.
Da scheuerte der junge Mensch in der nächsten Nacht an dem Leuchter. Sogleich erschien der Geist des Lichtes; er offenbarte ihm, was der König verlangt hatte, und bat ihn um Rat, was er wohl der Königstochter zur Morgengabe geben sollte. Nun brachte der Geist einen goldenen Becher herbei und riet ihm, den Becher von den Steinen zu füllen, welche noch immer im Winkel lagen, das werde die kostbarste Morgengabe von der ganzen Welt sein. Das tat er auch, und als seine Mutter in der Frühe des Morgens mit dem Becher zum König kam und der König den Becher vor der Königstochter ausschüttete, waren es die kostbarsten Edelsteine die man je gesehen hat.
Darüber waren der König und die Königstochter hoch erfreut. Als nun beide ans Fenster traten, sahen sie die vier Lasttiere im Hofe stehen, mit schweren Geldsäcken beladen und weiter Hinten stand das neue Schloss, dem König seinem Schlosse schon gegenüber und war viel schöner anzusehen als seines und glänzte prächtig in der Morgensonne. Da staunte der König und ließ sogleich die Hochzeit abhalten. . . .
Zitat aus dem unten stehenden Märchen
Fragen die Sie für Ihr zielorientiertes Leben inspirieren können:
*Wer kommt aus dem Leuchter hervor?
*Was hat der Jüngling zu tun um das Gewünschte zu bekommen?
*Was hat der Jüngling einzig und allein im Sinn?
* Für was möchten Sie selbst einzig und allein Sinn haben?
* Bleiben Sie hartnäckig, aber gelassen an Ihrem Ziel dran
und ergreifen Sie die Hilfen die Ihnen zu Verfügung stehen!
Sehen Sie auch noch was der Dichter über Licht zu sagen hat:
Sprichwort:
Alle Wesen leben vom Lichte,
jedes glückliche Geschöpf,
die Pflanze selbst,
kehrt freudig sich zum Licht.
Friedrich Schiller
Für heute und die kommende Woche wünsche ich Ihnen, lichte, glückliche Momente in Ihrem Leben zu bemerken und sie wonniglich zu genießen.
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Geben Sie dieses Sonntags-Geschenk auch gerne weiter an Menschen, denen Sie eine Freude bereiten wollen.
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
heute könnt Ihr ein Märchen-Wunder erleben, und wie viele Märchen beginnt auch dieses zunächst mit großer Armut:
Eine arme Witwe hatte einen Sohn, der verlief sich an dem Tag, als er fünfzehn Jahre alt war, im Wald. Nach einer Weile fror ihn sehr, da kam ein Mann, der zündete ein Feuer an, damit sie sich daran wärmen könnten. Als sie sich eine Weile gewärmt hatten, war ein feuriges Loch in die Erde gebrannt.
Da sprach der Mann zu dem Knaben, er solle in das feurige Loch steigen, dann käme er vor eine eiserne Tür, vor der läge ein feuriger Löwe, den solle er nicht fürchten, sondern durch die Tür hindurchgehen. Dann käme er an einen Ort, wo ein Tisch stände. auf dem wäre ein Licht und neben dem Licht läge ein Ring. Auch stände ein Apfelbaum bei dem Tisch, davon solle er sich einen Sack voll Äpfel pflücken, dazu das Licht und den Ring nehmen und sobald als möglich den Rückweg antreten. Der Knabe tat alles, wie ihm geheißen war; als er aber wieder an die Tür kam, war sie zugeschlagen. Darüber weinte er bitterlich, und die Tränen fielen auf den Ring, den er an den Finger gesteckt hatte; dazu rang er die Hände. und wie der Ring dabei sich ein wenig am Finger drehte, erschien der Geist des Ringes und fragte, was er wolle.
Der Knabe fiel vor Schrecken zur Erde nieder. Als er aber wieder zu sich selbst gekommen war, sagte er, dass er hier herauswolle. Der Geist des Ringes erwiderte, in seiner Macht stände es nicht. ihn hier wieder herauszuführen, er solle an dem Licht scheuern, dann käme der Geist des Lichtes, der habe höhere Macht als er und würde ihn hinausgeleiten. Der Knabe tat, wie ihm geheißen war, da erschien der Geist des Lichtes und führte ihn hinaus.
Er ging nun nach Hause, und dort stellte er das Licht beiseite. Aus den Äpfeln in seinem Sack waren Steine geworden, die schüttete er in einen Winkel und beachtete sie weiter nicht. Nach einer Weile hatten er und seine Mutter nichts zu essen; da fing sie an, das Licht zu scheuern, denn sie gedachte es beim Zinngießer zu verkaufen. Darauf erwiderte er, das solle sie nicht tun, sie solle sich wünschen, was sie wolle, er werde es ihr bringen.
Da wünschte sie sich einmal ordentlich satt zu essen. Sogleich setzt er eine Reihe goldener Teller mit Speisen auf, die er nur immer so recht geschickt aus der Hand auf den Tisch fliegen ließ. Die Mutter rief auch ihren Sohn zum Essen dazu. Als sie gegessen hatten, trugen sie das Geschirr zum Goldarbeiter, der ihnen für jeden Teller zehn Taler zahlte. Und so scheuerten sie täglich an dem Leuchter, und das goldene Geschirr, das der Geist des Lichtes brachte, blitzte und blinkte, und sie schleppten es täglich zu dem Goldschmied, der ihnen abnahm, so viel sie davon brachten.
Nun kam der Tag, an dem auch die Prinzessin fünfzehn Jahre alt wurde, und sie wurde, eingehüllt in ein seidenes Gewand, an diesem Tag in der Stadt umhergetragen. Der König ließ bekanntmachen, dass kein junger Bursche sich auf der Straße sehen lassen dürfe, während seine Tochter im Seidengewand umhergetragen würde.
Allein der Sohn der Witwe wagte sich doch hinaus, und nachdem er die Königstochter gesehen hatte, ging er sogar zum König und begehrte sie zur Braut. Da verwunderte sich der König und sprach: „Du hast den Tod verdient, weil du es gewagt hast, gegen mein Gebot auf die Straße zu gehen und meiner Tochter ins Antlitz zu schauen. Nur wenn du imstande bist drei schwere Aufgaben zu lösen, sollst du das Leben behalten und die Königstochter zur Gemahlin haben.
Zum ersten musst du ihr die allerkostbarste Morgengabe herbeischaffen, die es nur gibt. Für’s zweite musst du mir vier Lasttiere voll Geld bringen, und drittens wirst du neben mein Schloss ein anderes Schloss bauen, das muss aber viel schöner sein als meines, und was an meinem Schloss von Eisen ist, muss an deinem Schloss von Gold sein.” Und damit kehrte der Sohn der Witwe heim.
Da scheuerte der junge Mensch in der nächsten Nacht an dem Leuchter. Sogleich erschien der Geist des Lichtes; er offenbarte ihm, was der König verlangt hatte und bat ihn um Rat, was er wohl der Königstochter zur Morgengabe geben sollte. Nun brachte der Geist einen goldenen Becher herbei und riet ihm, den Becher von den Steinen zu füllen, welche noch immer im Winkel lagen, das werde die kostbarste Morgengabe von der ganzen Welt sein. Das tat er auch, und als seine Mutter in der Frühe des Morgens mit dem Becher zum König kam und der König den Becher vor der Königstochter ausschüttete, waren es die kostbarsten Edelsteine die man je gesehen hat.
Darüber waren der König und die Königstochter hoch erfreut. Als nun beide ans Fenster traten, sahen sie die vier Lasttiere im Hofe stehen, mit schweren Geldsäcken beladen und weiter Hinten stand das neue Schloss, dem König seinem Schlosse schon gegenüber und war viel schöner anzusehen als seines und glänzte prächtig in der Morgensonne. Da staunte der König und ließ sogleich die Hochzeit abhalten. Der Sohn der Witwe feierte Hochzeit mit der Prinzessin, und sie wohnten miteinander mit der alten Frau, des Jünglings Mutter, in dem kostbaren Schloss.
Als nun der Schwiegersohn des Königs einmal auf die Jagd gegangen und auch seine Mutter eben nicht in dem prächtigen Schloss war, kam der frühere Mietsherr der Witwe mit vielen Lichtern, die er umgehängt hatte, vor das neue Schloss und rief aus: wer ein altes Licht hätte, dem gebe er drei neue für das alte. Er hatte nämlich bemerkt, wie der junge Bursche und seine Mutter mitunter an dem Licht gerieben hatten und wie dann der Geist des Lichtes gekommen war.
Als die Königstochter nun seinen Ausruf vernahm, ahnte sie nichts Böses, sie brachte schnell das alte Licht herbei und erhielt drei neue dafür.
Der betrügerische Mann warf so schnell wie möglich die neuen Lichter von sich und ging mit dem alten in die weite Welt.
Die Königstochter aber, weil sie an diesem Tag ihren Vater noch nicht gesehen hatte, lief mit den Lichtern in der Hand erst einmal in ihres Vaters Schloss, um dem König von dem guten Handel zu erzählen.
Sobald aber das alte Licht fort war, verschwand das prächtige, neugebaute Schloss vor den Augen der Königstochter.
Als der junge Mann zurückkehrte und erfuhr, was geschehen war, drehte er sogleich an seinem Ring, und es erschien der Geist des Ringes. Den schickte er hinter dem Betrüger her, der sich sehr schnell davongemacht hatte. Er hieß ihn, dem Dieb das Licht abzunehmen und es wiederzubringen. Da machte sich der Geist des Ringes auf und brachte alsbald das alte Licht wieder.
Der junge Mann aber rieb an dem Licht, da erschien der Geist des, Lichtes und baute das verlorengegangene Schloss schöner wieder auf als es gewesen war.
Von der Zeit an hat er das alte Licht sorgsamer verwahrt und hat mit der Königstochter bis an sein Ende glücklich in dem prächtigen Schloss gelebt, ist auch nicht des Königs Tod selbst ein sehr nichtiger und guter König geworden.
Der Geist des Ringes und der Geist des Lichtes
Märchen aus Deutschland
Der Arme wird reich und glücklich. Er lebt in Weisheit und Liebe und schenkt in Fülle seine Gaben weiter.
Einen glücklichen, schönen Sonntag und eine märchenhafte Woche
wünscht Euch
Monika vom Märchen- und Lichtberg
|
|
28. August 2011

Einen schönen Sonntag für Sie!
Lenkt man seine Aufmerksamkeit öfter am Tag auf sein Ziel, so wird es nicht anders sein, als dass man Schritte macht, die einen näher ans Ziel heranführen. Die 7 Ur-Bilder des Märchens und des Lebens sind eine sichere Leiter, die Sie zu Ihren Zielen führt und Ihnen hilft sie zu verwirklichen.
Der folgende Meditative Text kann Ihnen dafür hilfreich sein.
Am Besten drucken Sie sich die Email aus und nehmen sich dann 20 Minuten Zeit für eine sonn- und feiertägliche, (oder genehmigen Sie sie sich täglich) Stärkung. Stimmen Sie sich mit strahlender, erhebender, womöglich klassischer Musik ein, mit einem Largo oder Adagio. Lassen Sie es danach ganz still werden in Ihrem Zimmer und dann in Ihnen selbst, und lesen Sie nun entspannt und freudig gestimmt den folgenden Meditativen Text, der das
Motto dieses Sonntags und der kommenden Woche
sein kann, wenn Sie es wollen:
* * * * * * * * * * * * * *
Die 7 Stufen zum SEIN.
* * * * * * * * * * * * * *
Es spricht Das Höhere Selbst.
Schlage alle Deine Wurzeln
in Das Allerhöchste in Dir.
Übergib Alles, auch Deine Ängste,
Dem Alles-Umfassenden.
Lasse Dir fortwährend helfen
von Dem inneren All-Weisen.
Verwandle, durchlichte alles,
was Dich und Dein Leben ausmacht.
Höre die Stimme des Herzens,
sie ruft Dich auf zum Höchsten Ziel.
Fühle stets SEINE GEGENWART
in allem in Dir und um Dich.
Zitat aus dem Meditativen Text
von Jean Ringenwald
Zitat entnommen aus dem 21 Email-Kurs: Erfülltes Leben.
http://www.erfuelltes-leben.de/
Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie sich die leisen Bilder und Gefühle, die in Ihnen aufkommen.
Märchen-Zitat für ein glückliches, liebevolles und erfolgreiches Leben:
. . . Beim Morgenrot umkreiste eine weiße Taube die beiden, leise singend. Wütend wollte die Hexe sie verjagen, schlug nach ihr und schrie: «Jag’ es doch weg, das lästige Tier, ich kann sein Singen nicht leiden!» Der Königssohn aber empfand Mitleid mit dem Vögelein. «Es mag hungrig sein», sagte er, nahm seinen letzten Laib Brot und streute ihn als Krümchen auf den Weg. Gleich ließ sich das Tierlein herab, sie aufzupicken und der Königssohn strich ihm zärtlich über sein Köpfchen. Da fühlte er etwas Hartes und zog einen Kamm heraus. Im selben Augenblick war die Taube verschwunden, und seine Braut stand vor ihm, jung und schön, wie sie zuvor gewesen. . . .
Zitat aus dem unten stehenden Märchen
Fragen die Sie für Ihr zielorientiertes Leben inspirieren können:
*Wie macht sich die rechte Braut bemerkbar?
*Welche Qualität bringt der Königssohn auf, die zur Erlösung des Täubchens führt?
*Spüren Sie die Achtsamkeit die der Königssohn walten lässt, als er das Täubchen streichelt.
* Für wen oder was sollen Sie in der kommenden Woche Mitgefühl haben und Achtsamkeit? Lauschen Sie nach innen, in Ihre Herzenssonne und vertrauen Sie dieser inneren Wahrnehmung.
* Setzen Sie diese Anregung aus dem Inneren gleich jetzt in der Vorstellung und in der kommenden Woche praktisch um.
Sehen Sie auch noch was der Dichter über Achtung zu sagen hat:
Sprichwort:
Nehmen Sie der Liebe die Achtung,
so ist sie nichts mehr.
(Jean-Jacques Rousseau)
Für heute und die kommende Woche wünsche ich Ihnen, achtsam zu bemerken, was um Sie herum vorgeht und das zu geben was gebraucht wird, für Ihr glückliches, erfülltes Leben.
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Geben Sie dieses Sonntags-Geschenk auch gerne weiter an Menschen, denen Sie eine Freude bereiten wollen.
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
dieses Mal reisen wir nach Italien. Dort gibt es wunderschöne Gärten mit herrlichen Bäumen. Ein Orangenbaum mit seinen herrlich duftenden Blüten und den saftigen Früchten zieht uns ganz besonders an, denn in ihnen verbirgt sich eine Überraschung. So hört nun das Märchen:
Es war einmal ein Königssohn gar frisch und frohgemut. Als er herangewachsen war, wollte er sich eine Braut suchen, doch er wollte nur eine, die nicht von einer gewöhnlichen Mutter geboren war. Eine solche aber war im ganzen Reiche nicht zu finden; also beschloss er, in die weite Welt zu ziehen. Er nahm nichts mit sich als drei Laib Brot und den Segen seines greisen Vaters. «Wenn du die Jungfrau gefunden hast, komm rasch heim und sage es mir, damit wir euch das Hochzeitsfest bereiten», sprach der alte König.
Der Königssohn wanderte lange Zeit; endlich kam er an einen Kreuzweg und wusste nicht, in welche Richtung er weitergehen sollte. Saß da ein alter Mann, der konnte kaum mehr sehen und hören und bat um eine milde Gabe. Der Königssohn schenkte ihm einen Brotlaib, da erhob sich der Alte und sprach: «Nun kann ich dir auch zu Diensten sein, sage mir, was du suchst». Der Königssohn erzählte ihm sein Begehr und der Alte sagte: «Da bist du schon auf dem rechten Wege, gehe nur geradeaus, und du wirst an ein großes Schloss kommen, das von einem wilden, mächtigen Löwen bewacht wird. Wenn er auf dich losspringt, sei ohne Furcht und wirf ihm einen Laib Brot in den Rachen, so wird er dir nichts tun. Gehe getrost an ihm vorbei, so öffnet sich das Tor von selbst. In dem Saale findest du drei Orangen, und wenn du eine öffnest, wird dir daraus eine schöne Jungfrau entgegenkommen. Sorge nur, dass sie gleich einen Trunk Wasser erhält, sonst verwelkt sie so rasch, wie sie erblühte.»
Der Königssohn dankte dem alten Mann für seinen Rat und zog weiter. Er kam an das Schloss, und brüllend sprang ihm der wilde Löwe entgegen. Da warf er ihm den zweiten Laib Brot in den Rachen, und der Löwe legte sich friedlich zu seinen Füssen nieder. Das Tor sprang auf, und er betrat den Saal. Rasch öffnete er die erste Orange, da entstieg ihr eine zarte Gestalt, doch ehe er sich noch umdrehen konnte, Wasser zu holen, war sie dahingewelkt, so schnell, wie sie erblüht war. Voll Ungeduld öffnete er die zweite Orange, und wieder erblühte ihm ein schönes Mädchen, doch da er kein Wasser bereit hatte, verging sie wie die erste.
Nun war nur noch eine Orange übrig, und der Königssohn sah sich nach Wasser um, um es rechtzeitig zur Hand zu haben, ehe er noch die Frucht öffnete. Da erblickte er neben dem Schlosse einen Teich, der von hohen Pappeln umstanden war. Dorthin trug er die dritte Orange, legte sie ans Ufer und öffnete sie. Eine holdselige Jungfrau, schöner noch als die beiden anderen, erstand vor seinen Augen. Eilig bückte er sich und gab ihr Wasser aus dem Teich zu trinken, da trat sie lebendig auf ihn zu, lächelte und reichte ihm die Hand.
Freudig wandelten sie zusammen am Teich entlang, doch dann sprach der Königssohn: «Warte hier auf mich, Liebste, dass ich zu meinem Vater eile und er uns das Hochzeitsfest bereite. Steige indessen hier auf diesen Baum und harre meiner, bis ich wiederkomme.» - «Bleib nur nicht zu lange», sprach sie, «mir ist bange so allein.» Sie erstieg eine Pappel und barg sich in ihren Zweigen.
Eilends machte sich der Königssohn auf den Weg, doch der war weit, und als es Abend wurde, ward er so müde, dass er sich auf einem Stein niederließ und dort einschlief. Indessen kam eine böse Zauberin an den Pappelteich geschlichen, im Spiegel des Teiches erblickte sie das Mädchen in den Zweigen. «Komm doch herunter vom Baume, schöne Jungfrau», rief die Alte, «komm, ich will deine goldenen Haare kämmen, dass sie erglänzen im Mondlicht, wenn dein Königssohn dich holen kommt.» Arglos stieg das Mädchen herab, doch kaum berührte der Kamm der Zauberin ihr Haar, da ward sie verwandelt in eine weiße Taube, die flog auf und sang:
Leise, leise, leise,
gebannt im Zauberkreise.
Ward ein weißes Vögelein,
wo mag wohl mein Liebster sein?
Leise, leise, leise,
gebannt im Zauberkreise.
Die Hexe setzte sich lachend selbst auf dem Baum zurecht, die Taube aber flog hin zu dem Königssohn, der fest schlief, umkreiste ihn und sang ihr Lied in seinen Traum: «Leise, leise, leise …» Da erwachte er, das Täubchen war verschwunden, aber ihn trieb es, eilig umzukehren zu seiner Braut, als sei sie in Gefahr.
Als er an den Teich kam, erschrak er über die sonderbare Gestalt, die da in den Zweigen hockte. Sie aber kreischte ihm entgegen: «Was weiltest du so lange und ließest mich hier alleine sitzen! Nebel hat meine Stimme ganz rauh gemacht, vom Wind sind meine Augen rot geworden, von der Kälte ist meine Haut geschrumpft und vertrocknet. Du bist schuld, rasch hole mich herunter, bring mich in dein Schloss und wärme mich!» Der Königssohn war sehr bekümmert über die traurige Verwandlung, die mit seiner schönen Braut vor sich gegangen war. Doch reichte er der Zauberin die Hand und machte sich langsam auf den Heimweg.
Beim Morgenrot umkreiste eine weiße Taube die beiden, leise singend. Wütend wollte die Hexe sie verjagen, schlug nach ihr und schrie: «Jag’ es doch weg, das lästige Tier, ich kann sein Singen nicht leiden!» Der Königssohn aber empfand Mitleid mit dem Vögelein. «Es mag hungrig sein», sagte er, nahm seinen letzten Laib Brot und streute ihn als Krümchen auf den Weg. Gleich ließ sich das Tierlein herab, sie aufzupicken und der Königssohn strich ihm zärtlich über sein Köpfchen. Da fühlte er etwas Hartes und zog einen Kamm heraus. Im selben Augenblick war die Taube verschwunden, und seine Braut stand vor ihm, jung und schön, wie sie zuvor gewesen.
Die Zauberin jedoch ward in einen Nachtvogel verwandelt, der flog kreischend hinter die Pappeln und ward nie mehr gesehen.
Da führte der Königssohn die schöne Jungfrau heim zu seinem Vater, und die Hochzeit ward in Pracht und Herrlichkeit gefeiert.
Die drei Orangen.
Italienisches Märchen
So fand der Königssohn seine Braut, die nicht von einer gewöhnlichen Mutter geboren worden war, wie er es sich gewünscht hatte. Vertraue auch Du auf Deine Herzenswünsche und verwirkliche sie.
Einen zufriedenen, schönen Sonntag und eine märchenhafte Woche
wünscht Euch
Monika vom Märchen- und Lichtberg
14. August 2011

Einen schönen Sonntag!
Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit öfter am Tag auf Ihr gewähltes Ziel, so wird es nicht anders sein, als dass Sie Schritte machen, die Sie näher ans Ziel heranführen. Die 7 Ur-Bilder des Märchens und des Lebens sind eine sichere Leiter, die Sie zu Ihren Zielen führt und Ihnen hilft sie zu verwirklichen.
Der folgende Meditative Text kann Ihnen dafür hilfreich sein.
Am Besten drucken Sie sich die Email aus und nehmen sich dann 20 Minuten Zeit für eine sonn- und feiertägliche, (oder genehmigen Sie sie sich täglich) Stärkung. Stimmen Sie sich mit strahlender, erhebender, womöglich klassischer Musik ein, mit einem Largo oder Adagio. Lassen Sie es danach ganz still werden in Ihrem Zimmer und dann in Ihnen selbst, und lesen Sie nun entspannt und freudig gestimmt den folgenden Meditativen Text, der das
Motto dieses Sonntags und der kommenden Woche
sein kann, wenn Sie es wollen:
* * * * * * * * * * * * * *
Die 7 Stufen zum SEIN.
* * * * * * * * * * * * * *
Es spricht Das Höhere Selbst.
Schlage alle Deine Wurzeln
in Das Allerhöchste in Dir.
Übergib Alles, auch Deine Ängste,
Dem Alles-Umfassenden.
Lasse Dir fortwährend helfen
von Dem inneren All-Weisen.
Verwandle, durchlichte alles,
was Dich und Dein Leben ausmacht.
Höre die Stimme des Herzens,
sie ruft Dich auf zum Höchsten Ziel.
Fühle stets SEINE GEGENWART
in allem in Dir und um Dich.
Zitat aus dem Meditativen Text
von Jean Ringenwald
Zitat entnommen aus dem 21 Tage-Kurs: Erfülltes Leben.
http://www.erfuelltes-leben.de/
Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie sich die leisen Bilder und Gefühle, die in Ihnen aufkommen.
Märchen-Zitat für ein glückliches, liebevolles und erfolgreiches Leben:
. . . Beim Morgenrot umkreiste eine weiße Taube die beiden, leise singend. Wütend wollte die Hexe sie verjagen, schlug nach ihr und schrie: «Jag’ es doch weg, das lästige Tier, ich kann sein Singen nicht leiden!» Der Königssohn aber empfand Mitleid mit dem Vögelein. «Es mag hungrig sein», sagte er, nahm seinen letzten Laib Brot und streute ihn als Krümchen auf den Weg. Gleich ließ sich das Tierlein herab, sie aufzupicken und der Königssohn strich ihm zärtlich über sein Köpfchen. Da fühlte er etwas Hartes und zog einen Kamm heraus. Im selben Augenblick war die Taube verschwunden, und seine Braut stand vor ihm, jung und schön, wie sie zuvor gewesen. . . .
Zitat aus dem unten stehenden Märchen
Fragen die Sie für Ihr zielorientiertes Leben inspirieren können:
*Wie macht sich die rechte Braut bemerkbar?
*Welche Qualität bringt der Königssohn auf, die zur Erlösung des Täubchens führt?
*Spüren Sie die Achtsamkeit die der Königssohn walten lässt, als er das Täubchen streichelt.
* Für wen oder was sollen Sie in der kommenden Woche Mitgefühl haben und Achtsamkeit? Lauschen Sie nach innen, in Ihre Herzenssonne und vertrauen Sie dieser inneren Wahrnehmung.
* Setzen Sie diese Anregung aus dem Inneren gleich jetzt in der Vorstellung und in der kommenden Woche praktisch um.
Sehen Sie auch noch was der Dichter über Achtung zu sagen hat:
Sprichwort:
Nehmen Sie der Liebe die Achtung,
so ist sie nichts mehr.
(Jean-Jacques Rousseau)
Für heute und die kommende Woche wünsche ich Ihnen, achtsam zu bemerken, was um Sie herum vorgeht und das zu geben was gebraucht wird, für Ihr glückliches, erfülltes Leben.
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Geben Sie dieses Sonntags-Geschenk auch gerne weiter an Menschen, denen Sie eine Freude bereiten wollen.
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
dieses Mal reisen wir nach Italien. Dort gibt es wunderschöne Gärten mit herrlichen Bäumen. Ein Orangenbaum mit seinen herrlich duftenden Blüten und den saftigen Früchten zieht uns ganz besonders an, denn in ihnen verbirgt sich eine Überraschung. So hört nun das Märchen:
Es war einmal ein Königssohn gar frisch und frohgemut. Als er herangewachsen war, wollte er sich eine Braut suchen, doch er wollte nur eine, die nicht von einer gewöhnlichen Mutter geboren war. Eine solche aber war im ganzen Reiche nicht zu finden; also beschloss er, in die weite Welt zu ziehen. Er nahm nichts mit sich als drei Laib Brot und den Segen seines greisen Vaters. «Wenn du die Jungfrau gefunden hast, komm rasch heim und sage es mir, damit wir euch das Hochzeitsfest bereiten», sprach der alte König.
Der Königssohn wanderte lange Zeit; endlich kam er an einen Kreuzweg und wusste nicht, in welche Richtung er weitergehen sollte. Saß da ein alter Mann, der konnte kaum mehr sehen und hören und bat um eine milde Gabe. Der Königssohn schenkte ihm einen Brotlaib, da erhob sich der Alte und sprach: «Nun kann ich dir auch zu Diensten sein, sage mir, was du suchst». Der Königssohn erzählte ihm sein Begehr und der Alte sagte: «Da bist du schon auf dem rechten Wege, gehe nur geradeaus, und du wirst an ein großes Schloss kommen, das von einem wilden, mächtigen Löwen bewacht wird. Wenn er auf dich losspringt, sei ohne Furcht und wirf ihm einen Laib Brot in den Rachen, so wird er dir nichts tun. Gehe getrost an ihm vorbei, so öffnet sich das Tor von selbst. In dem Saale findest du drei Orangen, und wenn du eine öffnest, wird dir daraus eine schöne Jungfrau entgegenkommen. Sorge nur, dass sie gleich einen Trunk Wasser erhält, sonst verwelkt sie so rasch, wie sie erblühte.»
Der Königssohn dankte dem alten Mann für seinen Rat und zog weiter. Er kam an das Schloss, und brüllend sprang ihm der wilde Löwe entgegen. Da warf er ihm den zweiten Laib Brot in den Rachen, und der Löwe legte sich friedlich zu seinen Füssen nieder. Das Tor sprang auf, und er betrat den Saal. Rasch öffnete er die erste Orange, da entstieg ihr eine zarte Gestalt, doch ehe er sich noch umdrehen konnte, Wasser zu holen, war sie dahingewelkt, so schnell, wie sie erblüht war. Voll Ungeduld öffnete er die zweite Orange, und wieder erblühte ihm ein schönes Mädchen, doch da er kein Wasser bereit hatte, verging sie wie die erste.
Nun war nur noch eine Orange übrig, und der Königssohn sah sich nach Wasser um, um es rechtzeitig zur Hand zu haben, ehe er noch die Frucht öffnete. Da erblickte er neben dem Schlosse einen Teich, der von hohen Pappeln umstanden war. Dorthin trug er die dritte Orange, legte sie ans Ufer und öffnete sie. Eine holdselige Jungfrau, schöner noch als die beiden anderen, erstand vor seinen Augen. Eilig bückte er sich und gab ihr Wasser aus dem Teich zu trinken, da trat sie lebendig auf ihn zu, lächelte und reichte ihm die Hand.
Freudig wandelten sie zusammen am Teich entlang, doch dann sprach der Königssohn: «Warte hier auf mich, Liebste, dass ich zu meinem Vater eile und er uns das Hochzeitsfest bereite. Steige indessen hier auf diesen Baum und harre meiner, bis ich wiederkomme.» - «Bleib nur nicht zu lange», sprach sie, «mir ist bange so allein.» Sie erstieg eine Pappel und barg sich in ihren Zweigen.
Eilends machte sich der Königssohn auf den Weg, doch der war weit, und als es Abend wurde, ward er so müde, dass er sich auf einem Stein niederließ und dort einschlief. Indessen kam eine böse Zauberin an den Pappelteich geschlichen, im Spiegel des Teiches erblickte sie das Mädchen in den Zweigen. «Komm doch herunter vom Baume, schöne Jungfrau», rief die Alte, «komm, ich will deine goldenen Haare kämmen, dass sie erglänzen im Mondlicht, wenn dein Königssohn dich holen kommt.» Arglos stieg das Mädchen herab, doch kaum berührte der Kamm der Zauberin ihr Haar, da ward sie verwandelt in eine weiße Taube, die flog auf und sang:
Leise, leise, leise,
gebannt im Zauberkreise.
Ward ein weißes Vögelein,
wo mag wohl mein Liebster sein?
Leise, leise, leise,
gebannt im Zauberkreise.
Die Hexe setzte sich lachend selbst auf dem Baum zurecht, die Taube aber flog hin zu dem Königssohn, der fest schlief, umkreiste ihn und sang ihr Lied in seinen Traum: «Leise, leise, leise …» Da erwachte er, das Täubchen war verschwunden, aber ihn trieb es, eilig umzukehren zu seiner Braut, als sei sie in Gefahr.
Als er an den Teich kam, erschrak er über die sonderbare Gestalt, die da in den Zweigen hockte. Sie aber kreischte ihm entgegen: «Was weiltest du so lange und ließest mich hier alleine sitzen! Nebel hat meine Stimme ganz rauh gemacht, vom Wind sind meine Augen rot geworden, von der Kälte ist meine Haut geschrumpft und vertrocknet. Du bist schuld, rasch hole mich herunter, bring mich in dein Schloss und wärme mich!» Der Königssohn war sehr bekümmert über die traurige Verwandlung, die mit seiner schönen Braut vor sich gegangen war. Doch reichte er der Zauberin die Hand und machte sich langsam auf den Heimweg.
Beim Morgenrot umkreiste eine weiße Taube die beiden, leise singend. Wütend wollte die Hexe sie verjagen, schlug nach ihr und schrie: «Jag’ es doch weg, das lästige Tier, ich kann sein Singen nicht leiden!» Der Königssohn aber empfand Mitleid mit dem Vögelein. «Es mag hungrig sein», sagte er, nahm seinen letzten Laib Brot und streute ihn als Krümchen auf den Weg. Gleich ließ sich das Tierlein herab, sie aufzupicken und der Königssohn strich ihm zärtlich über sein Köpfchen. Da fühlte er etwas Hartes und zog einen Kamm heraus. Im selben Augenblick war die Taube verschwunden, und seine Braut stand vor ihm, jung und schön, wie sie zuvor gewesen.
Die Zauberin jedoch ward in einen Nachtvogel verwandelt, der flog kreischend hinter die Pappeln und ward nie mehr gesehen.
Da führte der Königssohn die schöne Jungfrau heim zu seinem Vater, und die Hochzeit ward in Pracht und Herrlichkeit gefeiert.
Die drei Orangen.
Italienisches Märchen
So fand der Königssohn seine Braut, die nicht von einer gewöhnlichen Mutter geboren worden war, wie er es sich gewünscht hatte. Vertraue auch Du auf Deine Herzenswünsche und verwirkliche sie.
Einen zufriedenen, schönen Sonntag und eine märchenhafte Woche
wünscht Euch
Monika vom Märchen- und Lichtberg
17. Juli 2011

Einen schönen Sonn- Tag!
Die Gesundheit ist ein kostbares Gut. Das merken wir besonders dann, wenn wir urplötzlich Schmerzen haben oder uns ein Zipperlein plagt. Es ist für Leib und Seele sehr wohltuend immer wieder einmal innezuhalten und voller Dankbarkeit und Glücksgefühl zu bemerken: ich bin gesund und fühle mich wohl in meiner Haut. Genießen Sie Ihre Gesundheit gleich jetzt.
Sollten Sie krank sein oder sich irgendwann einmal nicht wohlfühlen, möchte ich Ihnen gerne, mit Hilfe des folgenden Meditativen Textes, die Wunder der Natur in Erinnerung rufen, die mit Disharmonien und Miss-Stimmungen jedweder Art, auf einzigartige Weise umgeht.
Am Besten drucken Sie sich den Text aus und nehmen sich dann 20 Minuten Zeit für eine sonn- und feiertägliche, (oder genehmigen Sie sie sich täglich) Stärkung. Stimmen Sie sich mit strahlender, erhebender, womöglich klassischer Musik ein, mit einem Largo oder Adagio. Lassen Sie es danach ganz still werden in Ihrem Zimmer und dann in Ihnen selbst, und lesen Sie nun entspannt und freudig gestimmt den folgenden Meditativen Text, der das
Motto dieses Tages und der kommenden Woche
sein kann, wenn Sie es wollen:
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
DAS LEBEN hält alles in Harmonie!
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
DAS LEBEN in der ganzen Natur,
ebenso in der Seele
und im Körper des Menschen,
hält alles im Gleichgewicht und in Gesundheit
und gesundet und harmonisiert sogleich,
wenn der ganze Organismus
oder einer seiner Bestandteile
in Unordnung, in Disharmonie, oder in Krankheit
sich begeben hat.
Dies ist eine ewige Gesetzmäßigkeit auf Erden,
wie im ganzen Universum
und jedes Lebe-Wesen trägt sie in sich.
Dieser fortwährende Prozess
ist eines der wesentlichen Wunder
des Lebens.
von Jean Ringenwald
Zitat entnommen aus: 21 Email Kurs für mehr Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit “Erfülltes Leben”. http://www.erfuelltes-leben.de
Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie sich die leisen Ideen, die in Ihnen aufkeimen.
Lassen Sie DAS LEBEN, DIE EINE KRAFT, Ihr Leben zum Besten verwandeln!
Märchen-Zitat für ein gesundes und harmonisches Leben:
. . . Als er in der Stadt ankam, suchte der Koch des Königs gerade einen Küchenjungen und konnte keinen finden; indem kam ihm der Knabe zu Gesicht. Er fragte ihn, ob er um guten Lohn Dienste bei ihm nehmen wolle. Der Junge war das zufrieden unter einer Bedingung: er solle den Hut, den Mantel, die Handschuhe und die Stiefel nie ablegen müssen, denn er habe einen bösen Grind und müsste sich schämen. Das war dem Koch nicht ganz recht; allein weil er sonst niemanden bekommen konnte, musste er einwilligen. Er dachte bei sich: “Du kannst ihn ja immer nur in der Küche verwenden, dass niemand ihn sieht.” Das währte so eine Zeitlang. Der Junge war sehr fleißig und tat alle Geschäfte, die ihm der Koch auftrug, so pünktlich, dass ihn dieser sehr liebgewann.
Da geschah es, dass wieder einmal Ritter und Grafen erschienen waren, die es unternehmen wollten, auf den Glasberg zu steigen, um der schönen Tochter des Königs, die oben saß, die Hand zu reichen und sie dadurch zu erwerben. Viele hatten es bisher vergebens versucht; sie waren alle noch weit vom Ziele ausgeglitscht und hatten zum Teil den Hals gebrochen. Der Küchenjunge bat den Koch, dass er ihm erlauben möchte, von ferne zuzusehen. Der Koch wollte es ihm nicht abschlagen, weil er so treu und fleißig war, und sagte nur: “Du sollst dich aber versteckt halten, dass man dich nicht sieht!” Das versprach der Junge und eilte in die Nähe des Glasberges.
Da standen schon die Ritter und Grafen in voller Rüstung mit Eisenschuhen, und sie fingen bald an, der Reihe nach hinaufzusteigen; allein keiner gelangte auch nur bis in die Mitte, sie stürzten alle herab, und manche blieben tot liegen. Nun dachte der Knabe bei sich: “Wie wäre es, wenn du es auch versuchtest?” Er legte sogleich Hut und Mantel und Handschuhe ab, zog seine Stiefel aus und nahm den kupfernen Zweig in die Hand, und ehe ihn jemand bemerkt hatte, war er durch die Menge gedrungen und stand am Berge; die Ritter und Grafen wichen zurück und sahen und staunten; der Knabe aber schritt sogleich den Berg hinan ohne Furcht, und das Glas gab unter seinen Füßen nach wie Wachs und ließ ihn nicht ausgleiten. Als er nun oben war, reichte er der Königstochter demütig das kupferne Zweiglein, kehrte darauf sogleich um, stieg hinab, fest und sicher, und ehe sich’s die Menge versah, war er verschwunden.
Er eilte in sein Versteck, legte seine Sachen an und war schnell in der Küche. . .
Zitat aus dem unten stehenden Märchen
Fragen die Sie für Ihr märchenhaftes Leben inspirieren können:
*Wie stellen Sie sich das Märchenbild vor, vom Glasberg, auf dem die Königstochter erwartungsvoll sitzt, bereit demjenigen die Hand zu reichen, der bis zu ihr hinaufkommt? In welcher Stimmung ist die Königstochter?
*Was haben die Ritter und Grafen im Sinn, die zur Königstochter hinaufreiten? Was sagt Ihnen das Märchen darüber?
*Was unterscheidet die Ritter und Grafen von dem Jüngling, der schon lange unterwegs ist? Wie kommt es, dass der einfache Hirte sein Glück macht?
* Welche Gabe, die Sie im innerem oder äußerem Leben errungen haben, sollten Sie zurzeit anwenden, um das Ziel zu erreichen, das Sie sich für Ihr Glück, Ihre erfüllte Liebe, Ihren Erfolg und Wohlstand und Ihre Gesundheit und Harmonie, vorgenommen haben?
* Tun Sie es gleich jetzt in Ihrer Vorstellung, mit so viel Begeisterung wie es Ihnen jetzt möglich ist.
Um Ziele zu Verwirklichen ist Gegenwärtigkeit gefragt und Ausdauer. Die Gelegenheit bietet sich im rechten Moment das zu erlangen, was man sich von Herzen ersehnt. Das gilt auch für Ihr Leben!!! Überprüfen Sie diese Aussage auf ihre Stimmigkeit an bereits verwirklichten Zielen und Sie werden feststellen, dass es einfach so ist.
Sehen Sie auch noch was der Dichter über die Ausdauer zu sagen hat:
Sprichwort:
“Ich will euch mein Erfolgsrezept verraten:
Meine ganze Kraft
ist nichts als Ausdauer.”
Louis Pasteur
So wünsche ich Ihnen für heute und die kommende Woche,
dass Sie die gesammelten Früchte, die noch auf Anwendung warten, parat haben und wachsam den Moment in Ihrem Alltag ergreifen, in dem Ihnen diese Früchte helfen, die innigsten Wünsche zu verwirklichen.
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
im Märchen sind es meistens die schlichten Menschen, die etwas Großes vollbringen und sogar König oder Königin werden. In jedem Menschen schlummert dieses einfache Wesen, das Herz hat für die Menschen und die Natur. In dem folgenden Märchen erlebt ein Hirtenknabe etwas ganz überraschendes, das sein Leben zum Besten verändert. Aber nun ist genug geschwätzt, hört jetzt das Märchen:
Der Hirtenknabe erblickte eines Tages, als er die Schafe weidete, auf dem Felde einen Baum, der war so schön und groß, dass er lange Zeit voll Verwunderung dastand und ihn ansah. Aber die Lust trieb ihn hinzugehen und hinaufzusteigen; das wurde ihm auch sehr leicht, denn an dem Baume standen die Zweige hervor wie Sprossen an einer Leiter. Er zog seine Schuhe aus und stieg und stieg in einem fort neun Tage lang.
Siehe da kam er nur einmal in ein weites Feld, da waren viele Paläste von lauter Kupfer, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit kupfernen Bäumen, und auf dem höchsten Baume saß ein kupferner Hahn; unter dem Baume war eine Quelle von flüssigem Kupfer, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse; sonst schien alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich.
Als der Knabe alles gesehen, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum, und weil seine Füße vom langen Steigen müde waren, wollte er sie in der Quelle erfrischen. Er tauchte sie ein, und wie er sie herauszog, so waren sie mit blankem Kupfer überzogen.
Er kehrte schnell zurück zum großen Baum; der reichte aber noch hoch in die Wolken und kein Ende war zu sehen. “Da oben muss es noch schöner sein!” dachte er und stieg nun abermals neun Tage aufwärts, ohne dass er müde wurde, und siehe, da kam er in ein offenes Feld, da waren auch viele Paläste, aber von lauter Silber, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit silbernen Bäumen, und auf dem höchsten Baum saß ein silberner Hahn; unter dem Baum war eine Quelle mit flüssigem Silber, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse, sonst lag alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich.
Als aber der Knabe alles gesehen hatte, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum und wollte sich aus der Quelle die Hände waschen; wie er sie aber herauszog, waren sie von blinkendem Silber überzogen.
Er kehrte schnell zurück zum großen Baum, der reichte noch immer hoch in die Wolken, und es war noch kein Ende zu sehen. “Da oben muss es noch schöner sein!” dachte er und stieg abermals neun Tage aufwärts, und siehe, da war er im Wipfel des Baumes, und es öffnete sich ein weites Feld; darauf standen lauter goldne Paläste, und hinter den Palästen war ein großer Wald mit goldnen Bäumen, und auf dem höchsten Baum saß ein goldner Hahn; unter dem Hahn war eine Quelle mit flüssigem Golde, die sprudelte immerfort, und das war das einzige Getöse; sonst lag alles wie tot, und niemand war zu sehen, und nichts regte und rührte sich. Als der Knabe alles gesehen hatte, brach er sich ein Zweiglein von einem Baum, nahm seinen Hut ab, bückte sich über die Quelle und ließ seine Haare ins sprudelnde Gold hineinfallen. Als er sie aber herauszog, waren sie übergoldet. Er setzte seinen Hut auf, und wie er alles gesehen hatte, kehrte er zurück zum großen Baum und stieg nun in einem fort wieder hinunter und wurde gar nicht müde.
Als er auf der Erde angelangt war, zog er seine Schuhe an und suchte seine Schafe; doch er sah von ihnen keine Spur. In weiter Feme aber erblickte er eine große Stadt; jetzt merkte er, dass er in einem andern Lande sei. Was war zu tun.
Er entschloss sich hineinzugehen und sich dort einen Dienst zu suchen. Zuvor jedoch versteckte er die drei Zweiglein in seinen Mantel, und aus dem Zipfel desselben machte er sich Handschuhe, um seine silberigen Hände zu verbergen.
Als er in der Stadt ankam, suchte der Koch des Königs gerade einen Küchenjungen und konnte keinen finden; indem kam ihm der Knabe zu Gesicht. Er fragte ihn, ob er um guten Lohn Dienste bei ihm nehmen wolle. Der Junge war das zufrieden unter einer Bedingung: er solle den Hut, den Mantel, die Handschuhe und die Stiefel nie ablegen müssen, denn er habe einen bösen Grind und müsste sich schämen. Das war dem Koch nicht ganz recht; allein weil er sonst niemanden bekommen konnte, musste er einwilligen. Er dachte bei sich: “Du kannst ihn ja immer nur in der Küche verwenden, dass niemand ihn sieht.” Das währte so eine Zeitlang. Der Junge war sehr fleißig und tat alle Geschäfte, die ihm der Koch auftrug, so pünktlich, dass ihn dieser sehr liebgewann.
Da geschah es, dass wieder einmal Ritter und Grafen erschienen waren, die es unternehmen wollten, auf den Glasberg zu steigen, um der schönen Tochter des Königs, die oben saß, die Hand zu reichen und sie dadurch zu erwerben. Viele hatten es bisher vergebens versucht; sie waren alle noch weit vom Ziele ausgeglitscht und hatten zum Teil den Hals gebrochen. Der Küchenjunge bat den Koch, dass er ihm erlauben möchte, von ferne zuzusehen. Der Koch wollte es ihm nicht abschlagen, weil er so treu und fleißig war, und sagte nur: “Du sollst dich aber versteckt halten, dass man dich nicht sieht!” Das versprach der Junge und eilte in die Nähe des Glasberges.
Da standen schon die Ritter und Grafen in voller Rüstung mit Eisenschuhen, und sie fingen bald an, der Reihe nach hinaufzusteigen; allein keiner gelangte auch nur bis in die Mitte, sie stürzten alle herab, und manche blieben tot liegen. Nun dachte der Knabe bei sich: “Wie wäre es, wenn du es auch versuchtest?” Er legte sogleich Hut und Mantel und Handschuhe ab, zog seine Stiefel aus und nahm den kupfernen Zweig in die Hand, und ehe ihn jemand bemerkt hatte, war er durch die Menge gedrungen und stand am Berge; die Ritter und Grafen wichen zurück und sahen und staunten; der Knabe aber schritt sogleich den Berg hinan ohne Furcht, und das Glas gab unter seinen Füßen nach wie Wachs und ließ ihn nicht ausgleiten. Als er nun oben war, reichte er der Königstochter demütig das kupferne Zweiglein, kehrte darauf sogleich um, stieg hinab, fest und sicher, und ehe sich’s die Menge versah, war er verschwunden.
Er eilte in sein Versteck, legte seine Sachen an und war schnell in der Küche
Bald kam auch der Koch und erzählte seinem Jungen die Wunderdinge von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen und den goldnen Haaren, und wie er den Glasberg erstiegen und ein kupfernes Zweiglein der Königstochter gereicht habe und wie er dann wieder verschwunden sei; dann fragte er den Jungen, ob er das auch gesehen habe. Der Junge sagte: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich ja selbst!” Aber der Koch lachte über den dummen Einfall und erwiderte im Scherz: “Na, da müsste ich dann ein großer Herr werden!”
Am andern Tage wollten es mehrere Ritter und Grafen wieder versuchen und versammelten sich vor dem Glasberg. Der Junge bat den Koch abermals, er möchte ihm erlauben, aus der Ferne zuzusehen. Der Koch konnte es ihm nicht abschlagen und sagte nur: “Du sollst dich aber versteckt halten, dass niemand dich sieht!” Das versprach der Junge und eilte an seinen gestrigen Platz. Die Ritter fingen an hinaufzusteigen, allein vergebens: sie stürzten alle herab, und mehrere blieben tot. Der Junge zögerte nicht länger und versuchte zum zweiten Mal. Er hatte schnell seine Kleider abgelegt; er nahm das silberne Zweiglein und schritt, ehe man es merken konnte, woher er kam, durch die Menge, und alles wich vor ihm zurück, und er ging ruhig und sicher den Glasberg hinan, und das Glas gab nach wie Wachs und zeigte die Spuren, und wie er oben war, überreichte er demütig der Königstochter das Zweiglein; gerne hätte sie auch seine Hand gefasst; er aber kehrte gleich zurück und schritt hinab und war in der Menge auf einmal verschwunden. Er warf seine Kleider um und eilte nach Hause.
Bald kam auch der Koch und erzählte wieder von den Wunderdingen, von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen, den goldenen Haaren und wie er hinangestiegen, der Königstochter ein silbernes Zweiglein gereicht, wie er herabgekommen und verschwunden sei. Er fragte seinen Jungen, ob er das nicht gesehen.
Der Junge sagte: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich selbst!” Der Koch lachte wieder recht herzlich und sagte im Scherz; “Da müsste ich auch ein großer Herr werden!”
Am dritten Tage wollten es einige Ritter und Grafen noch einmal versuchen und versammelten sich vor dem Glasberg. Der Junge bat den Koch wieder, er möchte ihm erlauben, aus der Ferne zuzusehen. Der Koch wollte ihm’s nicht abschlagen und sagte nur; “Du sollst dich aber versteckt halten, dass niemand dich sieht!” Das versprach der Junge und eilte sogleich an seinen Platz.
Die Ritter und Grafen versuchten’s, aber umsonst; sie stürzten alle herab, und mehrere blieben tot liegen. Der Knabe dachte: “Noch einmal willst du es auch versuchen; er warf seine Kleider von sich, nahm das goldene Zweiglein und eilte, noch ehe man’s merken konnte, woher er kam, durch die Menge bis zum Glasberg; alles wich vor ihm zurück. Da schritt er fest und sicher hinan, und das Glas gab nach wie Wachs und zeigte die Spuren, und als er oben war, überreichte er demütig das Goldzweiglein der Königstochter und bot ihr die rechte Hand; sie ergriff sie mit Freuden und wäre gern mit ihm den Berg hinabgestiegen. Der Junge aber machte sich frei und stieg allein hinunter und war wieder schnell unter der Menge verschwunden. Er legte seine Kleider an und eilte zurück an seinen Platz in die Küche.
Als der Koch nach Hause kam, erzählte er von den Wunderdingen, von dem schönen Jüngling mit den kupfernen Füßen, den silbernen Händen, den goldnen Haaren und wie er zum dritten Mal den Glasberg erstiegen, der Königstochter ein goldnes Zweiglein gereicht und ihr die Hand geboten habe, wie er aber allein wieder herabgestiegen und unter der Menge verschwunden sei; er fragte ihn, ob er das nicht gesehen hätte. Der Junge sagte wieder: “Nein, das habe ich nicht gesehen, das war ich selbst!” Der Koch lachte wieder über den dummen Einfall und sprach: “Da müsste ich auch ein großer Herr werden!”
Der König aber und die Königstochter waren sehr traurig, dass der schöne Junge nicht erscheinen wollte. Da ließ der König ein Gebot ausgehen, dass alle jungen Burschen aus seinem Reiche barfüßig und bloßhäuptig und ohne Handschuhe vor dem König der Reihe nach vorübergehen und sich zeigen sollten. Sie kamen und gingen, aber der rechte, nach dem man suchte, war nicht unter ihnen. Der König ließ darauf fragen, ob sonst kein Junge mehr im Reich wäre. Der Koch ging sofort zum König und sprach: “Herr, ich habe noch einen Küchenjungen bei mir, der mir treu und redlich dient; der ist es aber gewiss nicht, nach dem ihr sucht! Denn er hat einen bösen Grind, und er trat nur unter der Bedingung zu mir in den Dienst, dass er Handschuhe, Mantel, Hut und Stiefel nie ablegen dürfe.” Der König aber wollte sich überzeugen, und die Königstochter freute sich im Stillen und dachte: “Ja, der könnte es sein!”
Der Koch musste dableiben; ein Diener brachte den Küchenjungen herein, der sah aber ganz schmutzig aus. Der König fragte: “Bist du es, der dreimal den Glasberg erstiegen hat?” - “Ja, das bin ich!” sprach der Junge, “und ich habe es auch meinem Herrn immer gesagt!” Der Koch fühlte bei diesen Worten den Boden nicht unter seinen Füßen, und die Rede blieb ihm eine Zeitlang stehen; endlich sagte er: “Aber wie kannst du hier so reden” Der König achtete indes nicht darauf, sondern sprach gleich zum Jungen: “Wohlan, entblöße dein Haupt, deine Hände und Füße!” Alsbald warf der Junge seine Kleider ab und stand da in voller Schönheit und reichte der Jungfrau die Hand, und sie drückte sie und war über die Maßen froh; es wurde die Hochzeit gefeiert, und nicht lange darauf übergab der König das Reich dem Jungen. “Glaubst du nun, dass ich es war, der dreimal den Glasberg erstiegen?” sprach der Junge zum Koch. “Was sollt’ ich denn glauben, wenn ich das nicht glaubte!” sprach der Koch und bat um Verzeihung. “Nun, so sollst du auch ein großer Herr werden, wie du hofftest, und über alle Köche im Reich die Aufsicht führen.”
Die junge Königin aber hätte gar zu gerne gewusst, woher ihr Gemahl die drei Zweiglein und die kupfernen Füße, die silbernen Hände und das goldige Haar habe. “Das will ich dir, mein Kind, nun sagen!” sprach der junge König eines Tages, “und du sollst auch selbst sehen, wie das zugegangen!” Er wollte mit ihr noch einmal auf den Wunderbaum steigen und die Herrlichkeit ihr zeigen; allein, als er an die Stätte kam, so war der Baum verschwunden, und kein Mensch hat weiter davon etwas gehört und gesehen.
Der Wunderbaum
Volks-Märchen aus Deutschland
Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr in der Märchenwelt den himmelhohen Baum besteigt und Euch, ebenso wie der Hirtenknabe, ein Zweiglein aus jedem Bereich mitnehmt und die Füße, Arme und Haare im jeweiligen Brunnen badet. So ausgerüstet, werdet Ihr Euer Glück machen.
Eine märchenhafte und schöne Woche
wünscht Euch
Monika vom Märchen- und Lichtberg
10. Juli 2011

Einen schönen Sonntag!
Wie geht es zur Zeit Ihrem Glück, Ihrer Liebe, Ihrem Erfolg und Ihrer Gesundheit?
Da das Glück ein wunderschönes Gefühl in Ihrem Inneren ist, ist es außen wirklich nicht zu finden. Im Märchen ist das Glück oft mit der Liebsten verbunden, der Braut, die der Königssohn sucht, findet und sogar manchmal noch kurz vor dem Ziel vergisst bevor er mit ihr Hochzeit hält.
Es braucht die Qualität der Wachsamkeit, damit die richtige Braut erkannt werden und dann die Entscheidung für das Wahre getroffen werden kann.
Der folgende Meditative Text kann Ihnen dafür hilfreich sein.
Am Besten drucken Sie sich die Email aus und nehmen sich dann 20 Minuten Zeit für eine sonn- und feiertägliche, (oder genehmigen Sie sie sich täglich) Stärkung. Stimmen Sie sich mit strahlender, erhebender, womöglich klassischer Musik ein, mit einem Largo oder Adagio. Lassen Sie es danach ganz still werden in Ihrem Zimmer und dann in Ihnen selbst, und lesen Sie nun entspannt und freudig gestimmt den folgenden Meditativen Text, der das
Motto dieses Sonntags und der kommenden Woche
sein kann, wenn Sie es wollen:
* * * * * * * *
Komme an!
* * * * * * * *
Es spricht Das Höhere Selbst.
Komme an!
Denn Du bist niemals
weggewesen.
Die Braut, der Bräutigam
ist in Dir.
Entscheide Dich endgültig
für das Wesentliche,
nur für DAS EINE.
Aus den 7 Urtätigkeiten des Lebens
von Jean Ringenwald
Zitat ntnommen aus: 21 Tage Kurs für mehr Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit “Erfülltes Leben”.
http://www.erfuelltes-leben.de/
Lassen Sie diesen Text auf sich wirken
ohne etwas bestimmtes zu erwarten
und notieren Sie sich die leisen Bilder und Gefühle, die in Ihnen aufkommen.
Märchen-Zitat für ein glückliches, liebevolles und erfolgreiches Leben:
. . . Die Kammerfrau stieg nun auf Falada (das Pferd der Königstochter) und die wahre Braut auf das schlechte Ross, und so zogen sie weiter, bis sie endlich in dem königlichen Schloss eintrafen.
Da war große Freude über ihre Ankunft, und der Königssohn sprang ihnen entgegen, hob die Kammerfrau vom Pferde und meinte, sie wäre seine Gemahlin.
Sie ward die Treppe hinaufgeführt, die wahre Königstochter aber musste unten stehen bleiben.
Da schaute der alte König am Fenster und sah sie im Hof halten und sah, wie sie fein war, zart und gar schön;
ging alsbald hin ins königliche Gemach und fragte die Braut nach der, die sie bei sich hätte und da unten im Hof stände und wer sie wäre? „Die hab’ ich mir unterwegs mitgenommen zur Gesellschaft; gebt der Magd was zu arbeiten, dass sie nicht müßigsteht!” Aber der alte König hatte keine Arbeit für sie und wusste nichts, als dass er sagte: „Da hab’ ich so einen kleinen Jungen, der hütet die Gänse, dem mag sie helfen.” Der Junge hieß Kürdchen, dem musste die wahre Braut helfen Gänse hüten. . . .
Zitat aus dem unten stehenden Märchen
Fragen die Sie für Ihr harmonisches Leben inspirieren können:
*Welche Ausstrahlung hat die falsche Braut?
*Welche Ausstrahlung hat die wahre Braut?
*Schlüpfen Sie in die Rolle des Königs, der von oben beide Frauen ankommen sieht. Was empfindet er als König von seinem Platz aus?
* Wie begegnen Ihnen in Ihrem täglichen Leben diese beiden Qualitäten der falschen und der wahren Braut?
* Wenden Sie sich der wahren Braut zu mit Ihrer ganzen Zuneigung und Freude.
* Kommen Sie an den Ort des Glücks. Lassen Sie sich vom Gefühl des Glücklichseins ganz durchströmen und es in Ihr tägliches Leben fließen.
Sehen Sie auch noch was der Dichter über Wahrheit zu sagen hat:
Sprichwort:
Eine Wahrheit kann erst wirken,
wenn der Empfänger für sie reif ist.
(Christian Morgenstern)
Sie könnten das Wort Wahrheit auch mit dem Wort Liebe tauschen!
So wünsche ich Ihnen für heute und die kommende Woche,
das Wahre vom Unwahren immer besser unterscheiden,
sich immer schneller dem Glück, der Liebe der Einen Kraft zuwenden
und mit deren Hilfe alles verwirklichen zu können,
was Sie in Ihrem Leben “auf die Beine” stellen wollen.
Mit herzlichen Grüßen
von Monika Zehentmeier
Geben Sie dieses Sonntags-Geschenk auch gerne weiter an Menschen, denen Sie eine Freude bereiten wollen.
Das Sonntags-Märchen:
Liebe Kinder,
habt ihr schon einmal das Märchen gehört von der schönen Königstochter, die es verstand dem Wind Aufgaben zu geben, die er erfüllte?
Hört wie es sich zugetragen hat:
Es lebte einmal eine alte Königin, der war ihr Gemahl schon lange Jahre gestorben, und sie hatte eine schöne Tochter.
Wie die erwuchs, wurde sie weit über Feld an einen Königssohn versprochen. Als nun die Zeit kam, wo sie vermählt werden sollte und nun das Kind in das fremde Reich abreisen musste, packte ihr die Alte gar viel köstliches Gerät und Geschmeide ein, Gold und Silber, Becher und Kleinode, kurz alles, was nur zu einem königlichen Brautschatz gehörte, denn sie hatte ihr Kind von Herzen lieb. Auch gab sie ihr eine Kammerjungfer bei, welche mitreiten und die Braut in die Hände des Bräutigams überliefern sollte. Und jede bekam ein Pferd zur Reise, aber das Pferd der Königstochter hieß Falada und konnte sprechen. Wie nun die Abschiedsstunde da war, begab sich die alte Mutter in ihre Schlafkammer, nahm ein Messerlein und schnitt damit in ihre Finger, dass sie bluteten; darauf hielt sie ein weißes Läppchen unter und ließ drei Tropfen Blut hineinfallen, gab sie der Tochter und sprach: „Liebes Kind, verwahre sie wohl, sie werden dir unterwegs not tun.” Also nahmen beide voneinander betrübten Abschied. Das Läppchen steckte die Königstochter in ihren Busen vor sich, setzte sich aufs Pferd und zog nun fort zu ihrem Bräutigam.
Da sie eine Stunde geritten waren, empfand sie heißen Durst und sprach zu ihrer Kammerjungfer: „Steig’ ab und schöpfe mir mit meinem Becher, den du für mich mitgenommen hast, Wasser aus dem Bache, ich möchte gern einmal trinken.” „Wenn Ihr Durst habt”, sprach die Kammerjungfer, „so steigt selber ab, legt Euch ans Wasser und trinkt, ich mag Eure Magd nicht sein.” Da stieg die Königstochter vor großem Durst herunter, neigte sich über das Wasser im Bach und trank und durfte nicht aus dem goldenen Becher trinken. Da sprach sie: „Ach Gott!” Da antworteten die drei Blutstropfen: „Wenn das deine Mutter wüsste, das Herz im Leib tät’ ihr zerspringen.” Aber die Königsbraut war demütig, sagte nichts und stieg wieder zu Pferde. So ritten sie etliche Meilen weiter fort, aber der Tag war warm, die Sonne stach, und sie durstete bald von neuem. Da sie nun an einen Wasserfluss kamen, rief sie noch einmal ihrer Kammerjungfer: „Steig’ ab und gib mir aus meinem Goldbecher zu trinken”, denn sie hatte alle bösen Worte längst vergessen. Die Kammerjungfer sprach aber noch hochmütiger: „Wollt Ihr trinken, so trinkt allein, ich mag nicht Eure Magd sein.” Da stieg die Königstochter hernieder vor großem Durst, legte sich über das fließende Wasser, weinte und sprach: „Ach Gott!”, und die Blutstropfen antworteten wiederum: „Wenn das deine Mutter wüsste, das Herz im Leibe tät’ ihr zerspringen.” Und wie sie so trank und sich recht überlehnte, fiel ihr das Läppchen, worin die drei Tropfen waren, aus dem Busen und floss mit dem Wasser fort, ohne dass sie es in ihrer großen Angst merkte.
Die Kammerjungfer hatte aber zugesehen und freute sich, dass sie Gewalt über die Braut bekäme; denn damit, dass diese die Blutstropfen verloren hatte, war sie schwach und machtlos geworden. Als sie nun wieder auf ihr Pferd steigen wollte, das da hieß Falada, sagte die Kammerfrau: „Auf Falada gehöre ich, und auf meinen Gaul gehörst du!”, und das musste sie sich gefallen lassen. Dann befahl ihr die Kammerfrau mit harten Worten, die königlichen Kleider auszuziehen und ihre schlechten anzulegen, und endlich musste sie sich unter freiem Himmel verschwören, dass sie am königlichen Hof keinem Menschen etwas davon sprechen wollte; und wenn sie diesen Eid nicht abgelegt hätte, wäre sie auf der Stelle umgebracht worden. Aber Falada sah das alles an und nahm’s wohl in acht.
Die Kammerfrau stieg nun auf Falada und die wahre Braut auf das schlechte Ross, und so zogen sie weiter, bis sie endlich in dem königlichen Schloss eintrafen. Da war große Freude über ihre Ankunft, und der Königssohn sprang ihnen entgegen, hob die Kammerfrau vom Pferde und meinte, sie wäre seine Gemahlin. Sie ward die Treppe hinaufgeführt, die wahre Königstochter aber musste unten stehen bleiben. Da schaute der alte König am Fenster und sah sie im Hof halten und sah, wie sie fein war, zart und gar schön; ging alsbald hin ins königliche Gemach und fragte die Braut nach der, die sie bei sich hätte und da unten im Hof stände und wer sie wäre? „Die hab’ ich mir unterwegs mitgenommen zur Gesellschaft; gebt der Magd was zu arbeiten, dass sie nicht müßigsteht!” Aber der alte König hatte keine Arbeit für sie und wusste nichts, als dass er sagte: „Da hab’ ich so einen kleinen Jungen, der hütet die Gänse, dem mag sie helfen.” Der Junge hieß Kürdchen, dem musste die wahre Braut helfen Gänse hüten.
Bald aber sprach die falsche Braut zu dem jungen König: „Liebster Gemahl, ich bitte Euch, tut mir einen Gefallen!” Er antwortete: „Das will ich gerne tun.” „Nun, so lasst den Schinder rufen und da dem Pferde, worauf ich hergeritten bin, den Hals abhauen, weil es mich unterwegs geärgert hat.” Eigentlich aber fürchtete sie, dass das Pferd sprechen möchte, wie sie mit der Königstochter umgegangen war. Nun war das soweit geraten, dass es geschehen und der treue Falada sterben sollte, da kam es auch der rechten Königstochter zu Ohr, und sie versprach dem Schinder heimlich ein Stück Geld, das sie ihm bezahlen wollte, wenn er ihr einen kleinen Dienst erwiese. In der Stadt war ein großes finsteres Tor, wo sie abends und morgens mit den Gänsen durch musste, unter das finstere Tor möchte er dem Falada seinen Kopf hinnageln, dass sie ihn doch noch mehr als einmal sehen könnte. Also versprach das der Schindersknecht zu tun, hieb den Kopf ab und nagelte ihn unter das finstere Tor fest. Des Morgens früh, da sie und Kürdchen unterm Tor hinaustrieben, sprach sie im Vorbeigehen: „O du Falada, da du hangest”, da antwortete der Kopf: „O du Jungfer Königin, da du gangest, wenn das deine Mutter wüsste, ihr Herz tät’ ihr zerspringen.” Da zog sie still weiter zur Stadt hinaus, und sie trieben die Gänse aufs Feld.
Und wenn sie auf der Wiese angekommen war, saß sie nieder und machte ihre Haare auf, die waren eitel Gold, und Kürdchen sah sie und freute sich, wie sie glänzten, und wollte ihr ein paar ausraufen. Da sprach sie: „Weh, weh, Windchen, nimm Kürdchen sein Hütchen und lass’n sich mit jagen, bis ich mich geflochten und geschnatzt und wieder aufgesatzt.” Und da kam ein so starker Wind, dass er dem Kürdchen sein Hütchen weg wehte über alle Lande, und es musste ihm nachlaufen. Bis er wiederkam, war sie mit dem Kämmen und Aufsetzen fertig, und er konnte keine Haare kriegen. Da ward Kürdchen bös und sprach nicht mit ihr; und so hüteten sie die Gänse, bis dass es Abend ward, dann gingen sie nach Haus.
Den andern Morgen, wie sie unter dem finstern Tor hinaustrieben, sprach die Jungfrau: „O du Falada, da du hangest”, Falada antwortete: „O du Jungfer Königin, da du gangest, wenn das deine Mutter wüsste, ihr Herz tät’ ihr zerspringen.” Und in dem Feld setzte sie sich wieder auf die Wiese und fing an, ihr Haar auszukämmen, und Kürdchen lief und wollte danach greifen, da sprach sie schnell: „Weh, weh, Windchen, nimm Kürdchen sein Hütchen und lass’n sich mit jagen, bis ich mich geflochten und geschnatzt und wieder aufgesatzt.” Da wehte der Wind und wehte ihm das Hütchen vom Kopf weit weg, daß Kürdchen nachlaufen musste, und als es wiederkam, hatte sie längst ihr Haar zurecht, und es konnte keins davon erwischen, und so hüteten sie die Gänse, bis es Abend ward.
Abends aber, nachdem sie heimgekommen waren, ging Kürdchen vor den alten König und sagte: „Mit dem Mädchen will ich nicht länger Gänse hüten!” „Warum denn?” fragte der alte König. „Ei, das ärgert mich den ganzen Tag.” Da befahl ihm der alte König zu erzählen, wie’s ihm denn mit ihr ginge. Da sagt Kürdchen: „Morgens, wenn wir unter dem finstern Tor mit der Herde durchkommen, so ist da ein Gaulskopf an der Wand, zu dem redet sie: ,Falada, da du hangest’, da antwortet der Kopf: ,O du Königsjungfer, da du gangest, wenn das deine Mutter wüsste, ihr Herz tät’ ihr zerspringen!’” Und so erzählte Kürdchen weiter, was auf der Gänsewiese geschähe und wie es da dem Hut im Winde nachlaufen müsste.
Der alte König befahl ihm, den nächsten Tag wieder hinauszutreiben, und er selbst, wie es Morgen war, setzte sich hinter das finstere Tor und hörte da, wie sie mit dem Haupt des Falada sprach. Und dann ging er ihr auch nach in das Feld und barg sich in einem Busch auf der Wiese. Da sah er nun bald mit seinen eigenen Augen, wie die Gänsemagd die Herde getrieben brachte und wie nach einer Weile sie sich setzte und ihre Haare losflocht, die strahlten von Glanz. Gleich sprach sie wieder: „Weh, weh, Windchen, fass Kürdchen sein Hütchen und laß’n sich mit jagen, bis ich mich geflochten und geschnatzt und wieder aufgesatzt.” Da kam ein Windstoß und fuhr mit Kürdchens Hut weg, dass es weit zu laufen hatte, und die Magd kämmte und flocht ihre Locken still fort, welches der alte König alles beobachtete.
Darauf ging er unbemerkt zurück, und als abends die Gänsemagd heimkam, rief er sie beiseite und fragte, warum sie dem allem so täte. „Das darf ich Euch nicht sagen und darf auch keinem Menschen mein Leid klagen, denn so hab’ ich mich unter freiem Himmel verschworen, weil ich sonst um mein Leben gekommen wäre.” Er drang in sie und ließ ihr keinen Frieden, aber er konnte nichts aus ihr herausbringen. Da sprach er: „Wenn du mir nichts sagen willst, so klag’ dem Eisenofen da dein Leid”, und ging fort. Da kroch sie in den Eisenofen, fing an zu jammern und zu weinen, schüttete ihr Herz aus und sprach: „Da sitze ich nun von aller Welt verlassen und bin doch eine Königstochter, und eine falsche Kammerjungfer hat mich mit Gewalt dahin gebracht, dass ich meine königlichen Kleider habe ablegen müssen, und hat meinen Platz bei meinem Bräutigam eingenommen, und ich muss als Gänsemagd gemeine Dienste tun. Wenn das meine Mutter wüsste, das Herz im Leib tät’ ihr zerspringen.”
Der alte König stand aber außen an der Ofenröhre, lauerte ihr zu und hörte, was sie sprach. Da kam er wieder herein und ließ sie aus dem Ofen gehen. Da wurden ihr königliche Kleider angetan, und es schien ein Wunder, wie sie so schön war. Der alte König rief seinen Sohn und offenbarte ihm, dass er die falsche Braut hätte: die wäre bloß ein Kammermädchen, die wahre aber stände hier als gewesene Gänsemagd. Der junge König war herzensfroh, als er ihre Schönheit und Tugend erblickte, und ein großes Mahl wurde angestellt, zu dem alle Leute und guten Freunde gebeten wurden. Obenan saß der Bräutigam, die Königstochter zur einen Seite und die Kammerjungfer zur andern, aber die Kammerjungfer war verblendet und erkannte jene nicht mehr in dem glänzenden Schmuck.
Als sie nun gegessen und getrunken hatten und guten Muts waren, gab der alte König der Kammerfrau ein Rätsel auf, was eine solche wert wäre, die den Herrn so und so betrogen hätte, erzählte damit den ganzen Verlauf und fragte: „Welchen Urteils ist diese würdig?” Da sprach die falsche Braut: „Die ist nichts Besseres wert, als dass sie splitternackt ausgezogen und in ein Fass gesteckt wird, das inwendig mit spitzen Nägeln beschlagen ist; und zwei weiße Pferde müssen vorgespannt werden, die sie Gasse auf Gasse ab zu Tode schleifen.” „Das bist du”, sprach der alte König, „und hast dein eigen Urteil gefunden, und danach soll dir widerfahren.” Welches auch vollzogen wurde.
Der junge König vermählte sich mit seiner rechten Gemahlin, und beide regierten ihr Reich in Frieden und Seligkeit.
Die Gänsemagd
Märchen der Brüder Grimm
Solltet ihr die wahre Braut eher erkannt haben?
Einen schönen Sonntag und eine märchenhafte, glückliche Woche
wünscht Euch
Monika vom Märchen- und Lichtberg
C Copyright Troubadour Märchenzentrum e.V. 32602 Vlotho
03. Juli 2011
ältere Beiträge